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15 Anzeigen und 15 Platzverweise: Polizei zeigt sich zufrieden mit Vilbeler Markt

Mit rund 250 000 Besuchern ist der Bad Vilbeler Markt das größte Volksfest der Wetterau. Viele Menschen, viel Alkohol, viel Adrenalin – eine Herausforderung für die Polizisten? Zumindest in diesem Jahr bereitete den Sicherheitskräften die Hitze mehr Probleme als die üblichen Krawallmacher.
Alles ruhig? Ordnungspolizei und die Vilbeler Ermittler patrouillieren auf dem Volksfest. Alles ruhig? Ordnungspolizei und die Vilbeler Ermittler patrouillieren auf dem Volksfest.
Bad Vilbel. 

Seit fast 200 Jahren zieht der Bad Vilbeler Markt Menschen aus dem Umland geradezu magisch an. Zuckerwatte und Karussells locken die Kleinsten, rasante Fahrgeschäfte die Jugendlichen, im Festzelt sitzen alle Generationen beisammen. Dass es bei tausenden Besuchern nicht immer friedlich bleibt, ist klar.

Die Polizei ist aber zufrieden mit dem Verlauf des Volksfestes. Aus polizeilicher Sicht könne man von einer erfolgreichen Veranstaltung sprechen, teilte Polizeisprecherin Corina Weisbrod auf Anfrage mit. Gemessen an der Zahl der Besucher habe es wenig Vorfälle gegeben. Die Stadt schätzt, dass 2018 etwa 250 000 Menschen zwischen Fahrgeschäften, Buden und Festzelt umher flanierten.

Die Einsatzprotokolle der Polizisten blieben bei dem einwöchigen Fest aber häufig leer. Im Rahmen der Veranstaltung zählten sie nach eigenen Angaben vier Anzeigen wegen Körperverletzung, zehn Anzeigen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und eine Anzeige wegen Beleidigung eines Polizeibeamten. Insgesamt erteilten die Polizisten 15 Platzverweise.

Glimpflich ausgegangen

„Insgesamt war es ein schönes Fest in friedlicher Atmosphäre“, sagte Weisbrod. Unfälle oder Schwerverletzte seien ausgeblieben, die wenigen gemeldeten Schlägereien seien glimpflich ausgegangen.

Außer den Beamten der örtlichen Polizeistation waren auf Kräfte des Ordnungsamtes, des Freiwilligen Polizeidienstes und nach Bedarf Kräfte anderer Polizeiwachen im Einsatz. Zu konkreten Zahlen wolle man aus taktischen Gründen keine Angaben machen, hieß es aus der Direktion in Friedberg. Es seien aber in etwa so viele Sicherheitkräfte wie in den vergangenen Jahre unterwegs gewesen.

Anders als zuletzt hatten diese nun aber mit der Hitze dieses Rekordsommers zu kämpfen. „Die Temperaturen waren auch für uns eine Herausforderung und stellten hohe Anforderungen an die körperliche Belastbarkeit“, sagte die Polizeisprecherin.

Auch der Aufwand für den Brandschutz war im Vorfeld des Vilbeler Marktes deutlich höher als gewöhnlich.

Ein besonderes Augenmerk habe die Polizei in diesem Jahr auf den Jugendschutz gelegt. Vor dem ersten Festtag ermahnten die Ordnungshüter die Marktaussteller und die Geschäfte rund um den FFH-Parkplatz, das Alter der potenziellen Käufer von Zigaretten und Spirituosen vor dem Abkassieren penibel zu prüfen.

17 Jahre und 1,8 Promille

Die Polizei-Initiative BOB hatte einen Stand auf de Markt. Sie klärte Fahranfänger darüber auf, welche folgen es haben kann, wenn sie sich alkoholisiert ans Steuer setzen. Regelmäßig kontrollierten die Sicherheitskräfte auch Jugendliche – nicht nur um zu bestrafen, sondern auch um frühzeitig aufzuklären, wie die Ermittler betonen. Dabei half Lutz Illhardt, der in Bad Vilbel für Suchthilfe und Suchtprävention zuständig ist.

Während sich der Großteil der unter 18-Jährigen ohne aus der Reihe zu fallen amüsiert habe, hätten sich wiederholt Einzelne selbst überschätz oder den Alkohol unterschätzt, heißt es in einer Mitteilung. Manch Jugendlicher musste von den Eltern abgeholt werden. Trauriger Spitzenreiter: Ein 17-Jähriger mit fast 1,8 Promille.

(ag,red)

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