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Wenn der Biber die Bäume für seine Burg fällt

Um dem Biber auf die Spur zu kommen, zog die Klasse P4Da der Europäischen Schule RheinMain (ESRM) zog an die Bad Vilbeler Nidda. Gesehen haben die Schüler den nachtaktiven Biber zwar nicht, doch haben sie trotzdem viele spannende Eindrücke von diesem Holzfäller mitgebracht.
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Bad Vilbel. 

An grünen Feldern vorbei ging es zur Nidda. Dort trafen wir auch unseren Biber-Experten Frank Uwe Pfuhl. Er arbeitet seit 25 Jahren beim Naturschutzbund Wetterau. Pfuhl öffnete die Hintertüren seines Bibermobils und zeigte uns einen ausgestopften Biber, abgenagte Stämme und ein echtes Biberfell: so schön weich!

Der Biber ist ein Säugetier. Das wuschelige Fell ist mit Schnurrhaaren übersät, um sich zu orientieren. Außerdem hat uns der Biberschädel sehr beeindruckt. Biber haben rostrote Zähne, weil Eisen im Zahnschmelz enthalten ist.

Der Schwanz, die Kelle, ist platt wie ein Pfannkuchen. Er braucht sie, um das Gleichgewicht im Wasser zu finden. Nähert sich ein Feind, klatschen Biber mit der Kelle auf die Wasseroberfläche, um ihre Familie zu warnen – und tauchen ab. Wenn sie mit anderen Bibern kämpfen, sind die Verletzungen häufig so stark, dass sie sogar zum Tod führen. Wenn Menschen sich dem Biber nähern, bekommen Biber in den meisten Fällen Angst und können zubeißen.

Biber galten für mehrere 100 Jahre als ausgestorben – die Menschen wollten das weiche Fell haben. Doch mittlerweile steht er unter Naturschutz: Es gibt ungefähr 450 Tiere in Hessen und 40 bis 50 an der Nidda. Es war traurig zu hören, dass in Bayern Biber getötet werden, weil sie von der Ernte fressen. Die Bauern denken, es gibt zu viele Biber.

Biber sind außerdem sehr gute Taucher. Bis zu 20 Minuten können sie unter Wasser bleiben und bis zu 30 km/h schnell schwimmen. Ein Biber wird bis zu 35 Kilogramm schwer und bis zu 1,35m groß, fast so groß wie wir also.

Biber sind Pflanzenfresser. Im Frühling fällen sie Bäume, damit sie an die Knospen herankommen. Je nach Dicke des Stamms brauchen sie ein bis drei Nächte dazu. Biber halten keinen Winterschlaf, so ernähren sie sich in den Wintermonaten vom zuckerhaltigen Saft, den sie unter der Baumrinde finden. Weil der Biber wie Eulen nachtaktiv ist, haben wir leider keinen echten gesehen. Jedoch haben wir am Flussufer Spuren entdeckt: angenagte Stämme und halb gefällte Bäume.

Die Äste benutzt er auch, um seine Biberburg zu bauen. Acht Tiere leben pro Familie im Damm. Biber leben in einer Ehe, Männchen und Weibchen bleiben ihr ganzes Leben zusammen. Anfang Mai bekommt das Biberweibchen zwei bis vier Kinder. Wenn die Jungen zwei Jahre alt sind, müssen sie die Familie verlassen.

Von Nazli Alkan, Anna-Sophie Berrar, Lina Chaudhry, Ben Chruscz, Lili Li Draxler, Xenia Gleumes, Falk Gühne, Kayla Haberhauer, Jan Kaiser, Matthew Kawohl, Alisha Malik, Batice Parsanejad, Gloria Peiker, Ben Richard, Noah Ritz, Gabriel Savic, Yiran Shao, Shivam Arora, Maike Theobald, Sükrü Tutus und Hendrik von Heesen.

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