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Wozu eine Zeitung gut ist

Von Zeitungen gab‘s schon in der Steinzeit, Peter Maffay ist zwar klein, aber sehr nett, und der Lokaljournalismus manchmal anstrengend, aber immer spannend. All das und noch viel mehr erfuhren gestern die Schüler der Klasse 3d der Struwwelpeterschule Niederdorfelden beim Auftakt des FNP-Projekts "Zeitung in der Grundschule" (Zing).
"Unsere Zeitung besteht aus drei Teilen", erklärt FNP-Redakteur Thomas Schwarz den Struwwelpeter-Schülern.	Foto: Marina Schwabe "Unsere Zeitung besteht aus drei Teilen", erklärt FNP-Redakteur Thomas Schwarz den Struwwelpeter-Schülern. Foto: Marina Schwabe
Niederdorfelden. 

Lesen kann man eine Zeitung, na klar. Aber das Papier taugt noch zu viel mehr. "Überlegt mal", fordert der Bad Vilbeler FNP-Redaktionsleiter Thomas Schwarz die Jungen und Mädchen der Klasse 3d auf. "Man kann damit Fisch einwickeln", fällt Ines ein. Außerdem Katzenklos oder Vogelkäfige auslegen und sich Hüte fürs Malern basteln.

100 Klassen machen mit

Für die 18 Grundschüler ist diese etwas andere Unterrichtsstunde der Auftakt zum Projekt "Zeitung in der Grundschule", das die Frankfurter Neue Presse in diesem Jahr für insgesamt 100 Klassen, darunter 18 aus der Wetterau und dem Main-Kinzig-Kreis, anbietet. Nächste Woche machen sich die Niederdorfeldener Schüler auf den Weg zur Hundestaffel am Frankfurter Flughafen – sie dürfen selbst Reporter sein und über die Suche nach Drogen und Spengstoff schreiben.

Doch bevor es an die Praxis geht, ist an diesem Morgen erst einmal die Theorie dran: "Wann gab es die erste Zeitung?", fragt Schwarz. "In der Steinzeit", sagt Marvin. Tatsächlich: Die Höhlenmalereien waren ein erstes Medium, um Informationen weiterzugeben – etwa "über das Tal am Fluss, wo es viele leckere Mammuts gibt", wie der Journalist den Schülern erklärt.

Die erste Zeitung auf Papier kam dann mit der Erfindung des Buchdrucks vor rund 500 Jahren. "Ich hab schon mal eine ganz alte Druckpresse gesehen", wirft Tom ein. Wie die neuen, modernen Druckmaschinen aussehen, etwa die der FNP, erklärt Schwarz: 100 Meter lang, drei Stockwerke hoch, gefüttert mit 20 Kilometer langen Papierbahnen, von denen die Maschine pro Nacht 50 verschlingt. "Das reicht von hier bis Österreich", sagt Schwarz.

Interview mit Beckmann

Dann ist Rollentausch angesagt: Die Schüler dürfen Thomas Schwarz Fragen stellen. Etwa die, welche Promis er schon interviewt hat: Falco, Rea Garvey, Justin Bieber, Reinhold Beckmann und Peter Maffay ("sehr klein, aber sehr nett") gehörten dazu.

Philipp möchte wissen, was dem Journalisten an seinem Beruf besonders gut gefällt. "Es passiert jeden Tag etwas Neues", antwortet Schwarz. Das bedeute zwar auch, dass der Berufsalltag oft nicht planbar und manchmal anstrengend sei, aber: "Man lernt unheimlich viele spannende Leute kennen." Und das seien, zum Glück, meist keine Stars, sondern ganz normale Menschen.

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