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Im Auftrag der Russen

Von Der Franzose Jean Dujardin spielt einen Geheimagenten, der auf einen Finanzboss angesetzt wird. Dabei kommt er den Amerikanern gefährlich ins Gehege.
Der russische Spion Grégory Lioubov (Jean Dujardin, zweiter von rechts) muss nach Monaco. Dort betreibt ein Landsmann Geschäfte, die dem Kreml nicht gefallen wollen. Auch der amerikanische Geheimdienst CIA hat schon ein Auge auf den Oligarchen gerichtet.	Foto: Prokino Der russische Spion Grégory Lioubov (Jean Dujardin, zweiter von rechts) muss nach Monaco. Dort betreibt ein Landsmann Geschäfte, die dem Kreml nicht gefallen wollen. Auch der amerikanische Geheimdienst CIA hat schon ein Auge auf den Oligarchen gerichtet. Foto: Prokino

Jean Dujardin wurde im vergangenen Jahr weltweit bekannt, als er für seine Darstellung eines depressiven Stummfilmstars in „The Artist“ den Oscar gewann. Den Liebhabern flotter Action-komödien war Dujardin allerdings schon vor seinem Hollywood-Triumph ein Begriff. Als Star der erfolgreichen James-Bond-Parodien „OSS 117 - Der Spion, der sich liebte“ und „OSS 117 - Er selbst ist sich genug“ lieh er sein markantes Gesicht dem eitlen Agenten Hubert Bonisseur de La Bath. Nun kehrt der 41-jährige Franzose zurück ins Spionagefach, mit einem elegant gefilmten Thriller, der sich kaum deutlicher von der rasanten Albernheit eines „OSS 117“ abheben könnte. Frei von Humor und spektakulären Stunt-Szenen orientiert sich „Die Möbius-Affäre“ eher an den politisch motivierten Verwirrspielen eines John le Carré.

Vor der mondänen Kulisse Monacos zieht der zwielichtige russische Firmenboss Ivan Rostovsky (Tim Roth) die Fäden eines Finanzimperiums. Im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB soll Grégory Lioubov (Dujardin) gegen ihn ermitteln. Auch die CIA ist an Rostovsky interessiert und hat die Wirtschaftsexpertin Alice (Cécile de France) als Undercover-Agentin bei ihm eingeschleust. Um an Informationen zu kommen, beginnt Grégory eine heiße Affäre mit der kühlen Bankerin. Dabei findet er heraus, dass hinter Rustovsky mehr steckt als angenommen und ein Machtkampf zwischen den USA und Russland bevorsteht.

 

 

Einen Trailer zu dem Thriller „Die Möbius-Affäre“ finden Sie im Internet auf unserer Webseite:
www.fnp.de/moebius

 

 

Regisseur und Autor Eric Rochant will kein überlebensgroßes Geheimdienst-Panorama entwerfen. Er strebt nach Realismus. Das gilt für die Entwicklung der Geschichte, die mit interessanten Wendungen aufwarten kann, für die stimmungsvollen Bilder von Kameramann Pierre Novion und auch für eine ausschweifende Bett-Szene seiner Protagonisten. Jean Dujardin und Cécile de France zeigen (fast) alles und geben ihr Bestes. Nicht nur im Schlafzimmer. Ebenso wie der erprobte Gangsterdarsteller Tim Roth verleihen sie ihren Filmfiguren ein hohes Maß an Ausstrahlung und Glaubwürdigkeit. Durch den Wirbel um den NSA-Whistleblower Ed Snowden gewinnt das clevere Agentendrama an zusätzlicher Brisanz und ungeplanter Aktualität. Sehenswert

 

Frankfurt: Cinema. Sulzbach: Kinopolis

 

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