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Mit lediglich drei Alben erreichte die amerikanische Formation „OneRepublic“ um den charismatischen Frontmann Ryan Tedder Weltruhm. Mit hymnischem Pop-Rock war sie nun in der Frankfurter Festhalle.
„OneRepublic“ boten in der Festhalle eine große Show.	Foto: Sajak „OneRepublic“ boten in der Festhalle eine große Show. Foto: Sajak

Es ist noch gar nicht so lange her, da verkauften „OneRepublic“ binnen weniger Tage die Frankfurter Jahrhunderthalle aus. Exakt am 20. Februar war das. Und Frontmann Ryan Tedder versprach im Jubel seinerzeit, recht bald wieder zu kommen. Und der multitalentierte Tedder, der nicht nur mit astreiner Falsettstimme mühelos höchste Töne erklimmt und auch virtuos zwischen Gitarre und Klavier wechselt, hielt Wort. Dass es so schnell gehen würde, hätten wohl noch nicht mal die ganz Eingefleischten der hierzulande mehr als erklecklichen Fangemeinde von „OneRepublic“ geglaubt.

Bilderstrecke OneRepublic rocken die Frankfurter Festhalle
Wer OneRepublic im Radio hört, denkt oft Kuschelrock und Pop-Weichlinge. Tatsächlich ist die Band um Frontmann Ryan Tedder viel rockiger unterwegs, wie sie auch am Donnerstag (30.10.2014) in der Frankfurter Festhalle bewiesen. (Fotos: Sajak)Die Band wurde......im Jahr 2002...

Pünktlich startet die Truppe um Tedder, der auch Kollegen sein versiertes Kompositionstalent angedeihen lässt, um zum manisch-mörderischen Gitarrenintro von „Light It Up“ erst einmal hinter noch geschlossenem Vorhang minutenlang Schattenspiele zu betreiben. Erst in der zweiten Hälfte des Songs aus dem dritten Studioalbum „Native“ fällt die Sichtblende unter Getöse – begleitet von einem kollektiven Aufschrei des Publikums, als es endlich den in dunkle Jeans und Lederjacke gehüllten Tedder und seine Mitstreiter in dem High-Tech-Bühnenambiente mit mehreren Projektionsflächen leibhaftig sieht. Nicht allzu sehr vom Programm von vor acht Monaten unterscheidet sich die mit Hits wie „Secrets“, „All The Right Moves“ und „Stop And Stare“ gespickte Songauswahl. Wie auch? Schließlich erschien bislang kein neues Albenwerk. Bloß, um ein anderes Repertoire zu präsentieren, auf schwächeres Material zurückzugreifen, dürfte eher geschäftsschädigend sein.

Mit souveräner Spielfreude, untermalt von unterhaltsamen Gimmicks, präsentieren „OneRepublic“ 19 Ohrwürmer zwischen zeitlosem Rock und Brit-Pop-Reminiszenzen: Bei „Something I Need“ hantiert der aufgekratzte Ryan Tedder mit einer Handy-Cam, um wackelig seine mit Zoom eingefangenen Publikumseindrücke auf den Bühnenhintergrund zu projizieren. Auf verlängertem Bühnensteg wird der Akustik-Set vollzogen: Der Welthit „Apologize“ im Medley mit Sam Smiths „Stay With Me“ als Tedder-Solo am Klavier mit lediglich Cello-Begleitung fehlt ebenso wenig wie „Come Home“ und eine Coverversion von George Ezras „Budapest“. Zu „Good Life“ flimmern Stadtimpressionen von Frankfurt über die Bildschirme. Gitarrist Zach Filkins beeindruckt minutenlang mit einem Flamenco-gefärbtem „Spanish Guitar Medley“. Mit „Counting Stars“, „Feel Again“ und „I Lived“ geht es auf die Zielgerade. Auf hohem Niveau „Goodbye“ sagen „OneRepublic“ mit „Love Runs Out“, einer Version von Louis Armstrongs „What A Wonderful World“ und „If I Lose Myself“.

 

Mehr Bilder im Internet: www.fnp.de/onerepublic

 

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