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Schleswig-Holstein: Auf dem Weg zum Jugendcamp: Viele Verletzte bei Busunfall

Ein mit Kindern besetzter Reisebus ist auf dem Weg zu einem Feriencamp in Schleswig-Holstein. Auf einer Landstraße stößt er mit einem Rettungswagen zusammen. Der Bus war dabei offenbar auf der falschen Straßenseite.
Das Wrack eines Rettungswagens liegt nach dem Zusammenstoß mit einem Reisebus auf der Landesstraße 58. Foto: Arne Jappe Das Wrack eines Rettungswagens liegt nach dem Zusammenstoß mit einem Reisebus auf der Landesstraße 58.
Rüting. 

Bei einem Busunfall nördlich von Lübeck sind 46 Menschen verletzt worden, darunter hauptsächlich Kinder und Jugendliche. Der Bus war am Samstagabend mit 42 Kindern, fünf Betreuern und dem Fahrer an Bord auf dem Weg in ein Ferienlager, als er mit einem Rettungswagen kollidierte.

Die meisten Unfallbeteiligten wurden bei dem Zusammenstoß leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Zwei Personen, darunter ein Kind und vermutlich ein Betreuer, mussten allerdings mit schweren Verletzungen in eine Klinik geflogen werden.

In der Ortschaft Rüting (Kreis Ostholstein) kam dem Reisebus der Rettungswagen auf einer Einsatzfahrt entgegen. Ersten Polizeierkenntnissen zufolge wollte ein vor dem Bus fahrender Autofahrer nach links abbiegen, wartete aber, um den entgegenkommenden Rettungswagen passieren zu lassen. Den Ermittlungen nach soll der Busfahrer daraufhin in den Gegenverkehr gefahren sein, um dem stehenden Auto auszuweichen. Dabei kam es um etwa 18.40 Uhr zum Zusammenstoß zwischen Bus und Rettungswagen.

„Der Rettungswagen kippte dabei um und schlitterte noch einige Meter über die Fahrbahn”, sagte ein Polizeisprecher. Eine Seitenwand am hinteren Teil des Fahrzeuges und eine Tür am Heck wurden abgerissen. Der Bus kam von der Straße ab und blieb mit stark beschädigter Front an einer Böschung stehen. Ein weiterer Kleinwagen war ebenfalls am Unfall beteiligt und wurde beschädigt, konnte zunächst aber nicht zugeordnet werden.

Neben der Feuerwehr und mehreren Polizeiautos, waren den Angaben zufolge mehr als 30 Rettungsfahrzeuge am Unfallort. Zwei Rettungshubschrauber brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser. 20 weitere Verletzte wurden in Kliniken gebracht, wie die Regionalleitstelle der Feuerwehr mitteilte. Darunter war auch die zweiköpfige Besatzung des Rettungswagens. Ob die anderen 24 Verletzten, die die Polizei zusätzlich genannt hatte, vor Ort behandelt wurden, war in der Nacht auf Sonntag noch unklar.

Die beteiligten Kinder waren Polizeiangaben zufolge zwischen zehn und 15 Jahre alt. Sie waren mit ihren Betreuern auf einem Rückweg von einer Veranstaltung. Mehrere Businsassen wurden am Abend zurück ins Ferienlager gebracht, wo sie nach Angaben der Regionalleitstelle seelsorgerisch betreut wurden. Ein Gutachter war am Abend an der Unfallstelle vor Ort, die Polizei hat die Ermittlungen zur Ursache übernommen.

(dpa)

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