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Messe für Heimtiere: Bello kriegt die Haare schön

Fellpflege, Zahnreinigung per Ultraschall, Fitnesskurse: In das Wohlergehen ihrer Tiere investieren Halter in Deutschland viele Millionen. Eindrücke von einer Messe speziell fürs Heimtier.
Was für ein Hundeleben: Landseer-Hündin Jazzy wird von Hundefriseur Jean-Fred Noel für die Heimtier-Messe „Animal“ hübsch gemacht.
 Foto: dpa Was für ein Hundeleben: Landseer-Hündin Jazzy wird von Hundefriseur Jean-Fred Noel für die Heimtier-Messe „Animal“ hübsch gemacht. Foto: dpa
Stuttgart. 

Eine Bürste gleitet sanft durchs Haar. Jazzy fängt vor Freude an zu hecheln. Die Landseer-Hündin lässt es sich sichtlich gutgehen am Stand der „Dog Beauty Lounge“. Der Franzose Jean-Fred Noël betreibt in Stuttgart einen Hundefriseur-Salon und ist am Wochenende auf der Heimtiermesse „Animal“ vertreten. Zwischen handgefertigten Hundehalsbändern, Aromaölen für die Fellpflege, Duftölen und Leckerli aus Lammfleisch bietet der Coiffeur viele Dienstleistungen für den Hund.

„Ich brauche für einen kleinen Malteser etwa eineinhalb Stunden, für einen Königspudel sind es drei“, sagt der Friseur. Jazzy hüpft vom hydraulikbetriebenen Tisch. Noël fährt die Konstruktion schnell nach unten, damit die zweieinhalb Jahre alte Hündin ohne Probleme wieder aufsteigen kann.

Als nächstes sind Jazzys Zähne dran: Mit einer Ultraschallzahnbürste wird dem Landseer der Zahnstein entfernt. „Die Mischung fängt nach einer Weile an zu schäumen, und danach kann man den weich gewordenen Zahnstein wegkratzen“, sagt der Franzose.

 

Viele Tiere sind zu dick

 

Hunde haben die Schnauze vorn, wenn es um die Tierpflege und -gesundheit in Deutschland geht. Hundehalter gaben der aktuellen Heimtierstudie der Uni Göttingen zufolge im Jahr 2013 rund 65 Millionen Euro allein für die Haarpflege aus. In die Gesundheit ihrer Vierbeiner investierten die Bundesbürger demnach 1,1 Milliarden.

 

Tanja Petrick bietet „Fit mit Hund“ an, ein Trainingsprogramm für Hunde. „Ich habe früher beim Joggen oder Krafttraining zu wenig Zeit für meinen Hund gehabt“, sagt Petrick. Halter und Tier können deshalb in ihren Studios in Hamburg und Ratzeburg gemeinsam mit dem Menschen Ausdauer und Kraft trainieren. Weil die Hundesportlerin auch Workshops und Ausbildungen für Trainer anbietet, ist das Programm mittlerweile in neun Bundesländern vertreten.

„Wenn ein Tier adipös ist, eignet sich eine Kombination aus Ernährungsplan und sich langsam steigerndem Trainingsprogramm“, sagt Astrid Behr, Tierärztin vom Bundesverband praktizierender Tierärzte in Frankfurt/Main. „Zwischen 30 und 50 Prozent der Tiere gelten als zu dick oder fettleibig“, sagt Behr. Dicke Tiere sollten vom Halter aber zu keinem Sportprogramm gezwungen werden – das überfordere sie nur.

In Stuttgart beäugt die Landseer-Hündin Jazzy mittlerweile das Regal mit den Hundekeksen. Sie hat das Pflegeprogramm erfolgreich absolviert – und zieht mit wedelndem Schwanz an der Seite ihrer Besitzer weiter.

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