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Mutter und Sohn sterben bei tragischer Unfallserie

Eine Mutter und ihr Sohn sterben bei einem schrecklichen Unfall, zehn Menschen werden verletzt - darunter sechs Kinder.
Feuerwehrleute, Sachverständige und Polizei stehen neben zerstörten Fahrzeuge an einer Unfallstelle. Foto: Jürgen Meyer Feuerwehrleute, Sachverständige und Polizei stehen neben zerstörten Fahrzeuge an einer Unfallstelle. Foto: Jürgen Meyer
Mössingen. 

Furchtbares Ende einer Autofahrt nahe dem schwäbischen Mössingen: Eine Mutter und ihr zehnjähriger Sohn aus dem Zollern-Alb-Kreis sterben, zehn weitere Menschen werden verletzt, einige von ihnen schwer. Unter den Verletzten sind vier Geschwister des Jungen.

Nach Angaben der Polizei war die 42 Jahre alte Mutter am Montagabend mit ihrem vollbesetzen Auto auf der B27 in ein Stauende gefahren. Über die genaue Unfallursache konnte die Polizei auch am Dienstag nichts sagen. Nebel, der vielerorts das Fahren erschwerte, schloss sie jedoch aus.

Nach ersten Ermittlungen war die Frau auf der Ofterdinger Steige auf dem rechten Fahrstreifen Richtung Balingen unterwegs. Etwa 300 Meter vor einer Fahrbahnverengung prallte der Wagen auf das Auto eines 40 Jahre alten Mannes, der am Stauende stand und bei dem Unfall schwer verletzt wurde. Die Frau versuchte offenbar noch zu bremsen und auszuweichen, doch das Manöver kam zu spät: Sie erfasste das vor ihr stehende Auto, das wiederum gegen das Fahrzeug einer vierköpfigen Familie krachte. Die Eltern wurden dabei leicht verletzt, ihre ein und sechs Jahre alten Kinder schwer.

Das Auto der Mutter geriet nach der Kollision auf die Gegenfahrbahn, wo es mit einem weiteren Wagen zusammenstieß. Andere Autofahrer konnten den 56 Jahre alten Fahrer mit schweren Verletzungen aus dem brennenden Fahrzeug retten, bevor es in Flammen aufging.

Die Mutter starb noch an der Unfallstelle, ihr zehnjähriger Sohn später in der Klinik. Die vier anderen Geschwister im Auto - zweijährige Zwillinge sowie ein sechs und sieben Jahre altes Kind - wurden schwer verletzt. Wohin die Mutter mit ihren Kindern wollte, war zunächst nicht bekannt.

Die Feuerwehr war mit mehreren Fahrzeugen und zwei Dutzend Einsatzkräften vor Ort. Ein Sachverständiger soll den genauen Unfallhergang klären. Die B27 war für mehr als fünf Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Die Polizei bezifferte den Schaden auf 85 000 Euro.

(Von Susanne Kupke und Jan-Nikolas Picker, dpa)
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