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Regionalzüge zusammengestoßen: Neun Tote und mehr als 150 Verletzte bei Zugunglück in Oberbayern

Es traf die Pendler im morgendlichen Berufsverkehr: Bei einem Zugunglück in Oberbayern sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen, rund 150 wurden zum Teil schwer verletzt. Dass es nicht noch mehr Opfer gab, liegt auch an den Schulferien.
Rettungskräfte untersuchen einen zerstörten Wagon. Foto: Josef Reisner Foto: Josef Reisner Rettungskräfte untersuchen einen zerstörten Wagon. Foto: Josef Reisner
Bad Aibling. 

Nach dem Zugunglück in Oberbayern hat sich die Zahl der Toten nach Polizeiangaben auf acht erhöht. Es sei nicht auszuschließen, dass sich weitere Opfer in den Trümmern befänden, sagte eine Sprecherin am Vormittag. Den Angaben zufolge wurden mehr als 50 Menschen schwer und rund 100 weitere leicht verletzt. Feuerwehr und Polizei sind mit Hunderten Einsatzkräften vor Ort. Auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen südlich von München und Rosenheim waren zwei Regionalzüge frontal ineinander gefahren. Die Ursache ist unklar.

Bilderstrecke Schweres Zugunglück in Bayern fordert viele Tote und Verletzte
Es war am Dienstagmorgen im Berufsverkehr: Zwei Züge rasen im oberbayerischen Bad Aibling direkt aufeinander zu - auf einer eingleisigen Strecke. Neun Menschen sterben, mehr als 100 werden zum Teil schwer verletzt. Die Rettungsarbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Wir zeigen Bilder der Zerstörung und der verzweifelten Bemühungen der Retter.



Die zwei Lokführer zählten zunächst nicht zu den Todesopfern. Es sei aber «nach menschlichem Ermessen» nicht vorstellbar, dass sie den Zusammenprall zweier Nahverkehrszüge in der Nähe von Bad Aibling im Landkreis Rosenheim überlebt hätten, sagte der Polizeisprecher.

Gegen 6.50 Uhr waren zwei Züge des privaten «Meridian», der von der zur Transdev gehörenden Bayerische Oberlandbahn betrieben wird, auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim frontal zusammengestoßen. Dabei verkeilten sich die Triebwagen der beiden Züge. Ein Zug entgleiste, mehrere Waggons stürzten um. Es dürfte sich um das schlimmste Zugunglück in Bayern seit 1975 handeln.

Die Ursache für das Unglück auf der auch Mangfalltalbahn genannten Strecke war zunächst unklar. Ein Großaufgebot an Rettungskräften mit zahlreichen Hubschraubern und Krankenwagen kümmerte sich um die Verletzten.
In den Zügen sitzen um diese Uhrzeit üblicherweise zahlreiche Pendler, von denen viele nach München fahren. Zum Glück seien am Unglückstag keine Schüler in den Zügen gewesen, sagte ein Polizeisprecher - in Bayern sind derzeit Faschingsferien.
Hubschrauber brachten die Schwerverletzten in Krankenhäuser, während die zahlreichen Leichtverletzten zunächst in einer Sammelstelle versorgt wurden. Dabei half auch die Wasserwacht, die die Verletzten von der direkt an dem Flüsschen Mangfall gelegenen Unfallstelle an das gegenüberliegende Ufer brachte.
Zum Teil wurden die Opfer auch in Bergungssäcken von den Hubschraubern hochgezogen und an das andere Ufer geflogen. Die Unfallstelle ist sehr schwer zugänglich und liegt an einer Hangkante, die zur Mangfall abfällt.

«Der Unfall ist ein Riesenschock für uns», sagte der Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn (BOB), Bernd Rosenbusch. «Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen.» Die BOB betreibt die Züge auf der Unfallstrecke.

Die Züge waren in einer Kurve zwischen den Bahnhöfen Kolbermoor und Bad Aibling-Kurpark in der Nähe des Klärwerks von Bad Aibling zusammengestoßen. Der Bahnbetreiber richtete mindestens für den kompletten Dienstag einen Ersatzverkehr mit Bussen ein. Prinzipiell dürfen die Züge an der Stelle bis 120 Stundenkilometer fahren, wie die Deutsche Bahn erläuterte.

 


 

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