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Polizei befreit Ecclestones entführte Schwiegermutter

Neun Tage ist die Schwiegermutter des Formel-1-Chefs in der Gewalt von Entführern in Brasilien. Sie gaben sich als Paketboten aus und forderte ein Rekord-Lösegeld. Nun gibt es ein gutes Ende.
Die entführte Schwiegermutter des Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone ist wieder frei. Foto: Srdjan Suki/Archiv Die entführte Schwiegermutter des Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone ist wieder frei. Foto: Srdjan Suki/Archiv
São Paulo. 

Die in Brasilien entführte Schwiegermutter des britischen Formel-1-Chefs Bernie Ecclestone ist nach neun Tagen wieder frei. Die Polizei befreite die 67-jährige Aparecida Schunck Flosi in São Paulo.

Auf einem Video ist zu sehen, wie die Brasilianerin erleichtert Familienangehörige nach der Befreiung auf einer Polizeistation in die Arme schließt. Nach einem Bericht des Portals „O Globo” war Schunck unverletzt. Zwei Männer wurden demnach festgenommen. Nach weiteren Verdächtigen wird noch gesucht.

Eine Anti-Entführungseinheit der Polizei habe die Frau gefesselt in einem Haus im Großraum São Paulo gefunden, hieß es. Das geforderte Lösegeld von 120 Millionen Reais (33 Mio Euro) wurde nicht gezahlt. Die Entführer hatten Berichten zufolge per WhatsApp mit Schuncks Familie Kontakt aufgenommen. Die Polizei kam ihnen dadurch auf die Spur, sowie durch Videoaufnahmen nahe dem Haus der Entführten, die das Fahrzeug der Täter zeigten. Einen der nun Festgenommenen hatte die Polizei bereits wegen eines Raubes gesucht.

Schuncks Tochter Fabiana Flosi (38) ist Ecclestones (85) dritte Ehefrau. Das Paar lernte sich 2009 beim Großen Preis von Brasilien kennen, wo sie in der Organisation mitarbeitete. Beide trennten sich danach von ihren Partnern und heirateten 2012.

Flosis Mutter war am 22. Juli zu Hause entführt worden - die Verbrecher hatten sich als Paketboten ausgegeben. Die Polizei hatte das offiziell weder bestätigen noch dementieren wollen. Es soll sich um die höchste Lösegeldforderung in der Geschichte Brasiliens gehandelt haben. Dem Portal „Folha de S. Paulo” zufolge war zuletzt die Zahl der Entführungen in der Metropole zurückgegangen. 2012 gab es in São Paulo noch 43 Entführungen, bis 2015 sank die Zahl auf 33.

(dpa)
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