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Gericht: Prozess um tödliche Automatensprengung

Wegen einer Automatensprengung mit tödlichen Folgen müssen sich zwei Männer vor Gericht verantworten.
Vor dem Landgericht Hanau sind zwei Männer angeklagt, die 2013 mit einem weiteren Komplizen nachts einen Fahrkartenautomaten in Wittighausen in Baden-Württemberg in die Luft gejagt hatten. Dabei wurde ein Mensch getötet. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv Vor dem Landgericht Hanau sind zwei Männer angeklagt, die 2013 mit einem weiteren Komplizen nachts einen Fahrkartenautomaten in Wittighausen in Baden-Württemberg in die Luft gejagt hatten. Dabei wurde ein Mensch getötet.
Hanau. 

In Hessen wird an heute der Prozess um eine Automatensprengung mit tödlichen Folgen neu aufgerollt. Vor dem Landgericht Hanau sind zwei Männer angeklagt, die mit einem weiteren Komplizen nachts einen Fahrkartenautomaten in Wittighausen in Baden-Württemberg in die Luft gejagt hatten.

Bei der Explosion am 17. September 2013 wurde der Dritte lebensgefährlich verletzt. Statt Hilfe zu holen fuhren die beiden anderen Männer knapp zwei Stunden mit dem Schwerverletzen im Auto durch die Gegend. 120 Kilometer entfernt vom Tatort legten sie ihn auf dem Bahnhofsvorplatz von Bad Soden-Salmünster in Hessen ab und benachrichtigten die Polizei. Die Rettungskräfte konnten dem Mann nicht mehr helfen.

In einem ersten Prozess waren die heute 54 und 37 Jahre alten Männer am 18. Juli 2014 zu sieben beziehungsweise fünf Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht ging von versuchtem Mord aus, weil der Verletzte nach Aussage eines Gutachters auch bei rascher Hilfe gestorben wäre. Sie hätten seinen Tod aber billigend in Kauf genommen, erklärten die Richter. Der Bundesgerichtshof hob das Urteil später teilweise auf und ordnete eine neue Verhandlung an.

(dpa)
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