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Schweizer sollen bei Referendum über „Vollgeld” entscheiden

Schweizer 5-Franken-Münze. Der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) möchte erreichen, dass Banken nur „Vollgeld” verleihen dürfen. Foto: Friso Gentsch Schweizer 5-Franken-Münze. Der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) möchte erreichen, dass Banken nur „Vollgeld” verleihen dürfen. Foto: Friso Gentsch
Bern. 

In der Schweiz könnte es zu einer Volksabstimmung über eine grundlegende Reform des Geldsystems kommen. Der Verein Monetäre Modernisierung (MoMo) hat bei der Regierung in Bern mehr als 110 000 Unterschriften von Menschen eingereicht, die eine Initiative zur Einführung des sogenannten Vollgeldes unterstützen.

Damit soll erreicht werden, dass nur die Schweizerische Nationalbank (SNB) neben Münzen und Banknoten auch elektronisches Geld erzeugen darf.

Bevor es möglicherweise in einigen Jahren zu einer Volksabstimmung kommen kann, muss die Schweizerische Bundeskanzlei die Rechtmäßigkeit der Unterschriften prüfen. Parlament und Regierung können dann Empfehlungen abgeben. Wirtschaftskreise haben sich bereits ablehnend geäußert.

Im derzeitigen Finanzsystem müssen Banken nur einen Bruchteil der Summen, die sie als Kredite verleihen, als Zentralbankgeld verfügbar haben. Dieses besteht zum größten Teil nur elektronisch auf Konten - also nur als Zahlungsversprechen. So kann das Kreditvolumen der Banken die Menge an Zentralbankgeld um ein Vielfaches übersteigen. Die Initiative hält dies für einen der Gründe für Finanzkrisen. Sie will erreichen, dass Banken nur „Vollgeld” verleihen dürfen - also nur soviel Zentralbankgeld wie sie selbst verfügbar haben.

(dpa)
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