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Albaniens Regierungschef will klare EU-Aufnahmeperspektive

Federica Mogherini mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama: Die EU-Außenbeauftragte sieht Reformfortschritte des Landes. Foto: Armando Babani/EPA Foto: dpa Federica Mogherini mit dem albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama: Die EU-Außenbeauftragte sieht Reformfortschritte des Landes. Foto: Armando Babani/EPA
Berlin. 

Der albanische Ministerpräsident Edi Rama hat an die Politiker in Deutschland appelliert, einer Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit seinem Land keine Steine in den Weg zu legen.

„Es gibt eine klare Sorge, dass Individuen und Kräfte in der EU Dinge vermischen wollen, die nicht vermischt werden sollten”, sagte er der „Süddeutschen Zeitung”. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) halte er für eine Unterstützerin. Er wisse aber, „dass es Abgeordnete gibt, die überzeugt werden müssen auf Grundlage von Fakten und Ergebnissen”.

Die EU-Kommission hatte am Dienstag die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit den Balkanländern Albanien und Mazedonien empfohlen. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini erklärte den Schritt mit den jüngsten Reformfortschritten beider Länder. EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn sprach von grundsätzlich vielversprechenden Entwicklungen. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen treffen die Mitgliedstaaten.

„Wir klopfen nicht an die Tür der EU, um gleich morgen Mitglied zu werden. Wir wollen uns nur endlich an den Verhandlungstisch setzen”, sagte Rama. Zugleich warnte er vor Enttäuschung in seinem Land. „Die Empfehlung der Kommission ist kein Geschenk, kein Almosen. Sie fußt auf unseren Leistungen”, sagte Rama. Würden diese nun nicht gewürdigt, müssten die Menschen in Albanien das als unfair empfinden.

„Wenn die EU-Perspektive getrübt wird und kurzsichtige Politik über langfristige Strategie siegt, werden die Menschen weggehen wollen”, warnte er. Die Zahl ungerechtfertigter Asylanträge von Menschen aus der Region könne dann wieder steigen.

(dpa)
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