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Angriff in Paris: Erschossener Attentäter von Paris hatte deutsche Sim-Karte

Am Jahrestag des „Charlie Hebdo”-Attentats erschießt die Polizei einen Mann bei einer Attacke auf ein Kommissariat. Der 20-Jährige hat islamistische Symbole dabei. Viele Fragen sind noch offen.
Polizisten sichern die Pariser Wache, vor der ein mutmaßlicher Islamist bei einem Attentatsversuch erschossen wurde. Foto: Ian Langsdon Bilder > Foto: Ian Langsdon Polizisten sichern die Pariser Wache, vor der ein mutmaßlicher Islamist bei einem Attentatsversuch erschossen wurde. Foto: Ian Langsdon
Paris. 

Der vor einer Pariser Polizeiwache erschossene bewaffnete Mann hatte eine deutsche Sim-Karte im Handy. Dies sagte der für Terrorismus zuständige Staatsanwalt François Molins in einem Interview des Radiosenders France Inter.

Nach Angaben Molins ist die Identität des Mannes noch nicht abschließend geklärt. Mit einem Schlachterbeil bewaffnet lief der junge Mann am Donnerstag vor dem Gebäude auf Beamte zu und rief dabei auf Arabisch „Allah ist groß”, wie die Pariser Staatsanwaltschaft mitteilte. Polizisten erschossen den mutmaßlichen Islamisten, der eine Bombenattrappe bei sich hatte. Die Staatsanwaltschaft eröffnete ein Untersuchungsverfahren wegen Terrorismus.

Der Angriff ereignete sich am Jahrestag des Anschlags auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo”, praktisch zur selben Zeit wie am 7. Januar 2015.

Ermittler fanden bei dem Mann zudem eine Abbildung der Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Neben einem Mobiltelefon entdeckten sie auch ein „eindeutiges”, handschriftliches Bekenntnis in arabischer Sprache. Darin soll er sich der IS-Führung verpflichtet und seine Tat mit den französischen Angriffen auf die Miliz in Syrien begründet haben.

Der Täter soll 20 Jahre alt, im marokkanischen Casablanca geboren und im Zusammenhang mit einem gemeinschaftlichen Raub 2013 in Südfrankreich polizeibekannt sein. Berichte, wonach auf dem Handy des Mannes Nachrichten auf Arabisch und Deutsch gespeichert waren, wurden zunächst nicht bestätigt. Zudem soll der Mann vor kurzem mehrere europäische Länder besucht haben, darunter Deutschland und Italien.

(dpa)
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