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SPD-Linke Mattheis erteilt Wagenknechts „Aufstehen” Absage

Die SPD-Linke Hilde Mattheis vermisst an der Sammlungsbewegung „Aufstehen” eine eine klare Machtoption. Foto: Sebastian Gollnow Die SPD-Linke Hilde Mattheis vermisst an der Sammlungsbewegung „Aufstehen” eine eine klare Machtoption.
Stuttgart. 

Die von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht gegründete Sammlungsbewegung „Aufstehen” stößt innerhalb des linken Flügels der SPD auf Kritik.

Die Parteilinke Hilde Mattheis hält ein linkes Bündnis für Deutschland zwar für wichtig. „Eine linke Sammlungsbewegung tut Not, sie braucht aber auch eine klare Machtoption”, sagte die Ulmer Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. „Davon sind wir aber weiter entfernt als in der letzten Legislaturperiode.”

Mit der Bewegung will Wagenknecht frustrierte Bürger anlocken, die sich von den Parteien nicht mehr vertreten fühlen. Die Bewegung soll am 4. September offiziell vorgestellt werden. Interessenten können sich bereits auf der Webseite www.aufstehen.de registrieren. Nach Angaben des ehemaligen Linken-Vorsitzenden Oskar Lafontaine - Wagenknechts Ehemann - hat die Sammlungsbewegung in den ersten Tagen bereits Zehntausende Anmeldungen von Unterstützern bekommen.

„Ich bin auf das Papier sehr gespannt”, sagte Mattheis. „Nach allem, was bislang bekannt wurde, ist die Positionierung in der Flüchtlings- und Europapolitik doch sehr weit entfernt von einem progressiven alternativ linken Ansatz und verträgt sich nicht mit unserem Anspruch der Währung universeller Menschenrechte.” Die Unterschriften im Netz seien zudem nur einmaliger Art ohne verbindliche Zuordnung. „Es wird darauf ankommen, wie die Menschen weiter eingebunden werden.”

Eine linke Gesellschaftsbewegung müsse auf eine breite Basis gestellt werden und sich im Gegensatz zum Modell von Wagenknecht von unten nach oben entwickeln, sagte Mattheis. Innerhalb von SPD und Grünen müssten sich Bewegungen auf ein alternatives Bündnis vorbereiten. Für eine Sammlungsbewegung müsse die SPD aber klar mit der Politik der Agenda 2010 brechen. Eine weitere Partei im linken Spektrum wolle sie nicht.

(dpa)
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