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US-Polizei zeigt Video von Todesschüssen in El Cajon

Wieder ein Toter, wieder ist er Schwarz und wieder ist er unbewaffnet. Ein Standbild sollte belegen, warum Polizisten im südkalifornischen El Cajon einen Schwarzen erschossen hatten. Nach zunehmend gewalttätigen Proteste der vergangenen Tage veröffentlichte die Polizei nun die Videoaufnahmen.
Fälschlicherweise für eine Waffe gehalten. In Südkalifornien haben Polizisten einen unbewaffneten psychisch Kranken erschossen, weil sie dessen E-Zigarette für eine Schusswaffe hielten. Foto: San Diego County District Attorn Fälschlicherweise für eine Waffe gehalten. In Südkalifornien haben Polizisten einen unbewaffneten psychisch Kranken erschossen, weil sie dessen E-Zigarette für eine Schusswaffe hielten. Foto: San Diego County District Attorn
San Diego. 

Drei Tage nach den Todesschüssen auf einen unbewaffneten Schwarzen in Südkalifornien hat die US-Polizei Videoaufnahmen zu dem Vorfall veröffentlicht. Zunächst hatten die Behörden von dem Material eines Zeugen und einer Sicherheitskamera lediglich ein Standbild aus den Videos freigegeben.

Das Bild zeigte den 30-Jährigen Einwanderer aus Uganda auf einem Parkplatz in einem Vorort von San Diego, wie er einen Gegenstand auf zwei Polizisten richtete. Der Gegenstand, den er zuvor laut Polizei aus seiner Tasche gezogen hatte, stellte sich später als E-Zigarette heraus.

In dem Video ist zu sehen, wie der Mann vor den Beamten ausweicht und dann zu Boden fällt. Zu hören sind mehrere Schüsse sowie die Schreie einer Frau, die dazugekommen war und die Polizisten aufgefordert hatte, ihre Waffen runterzunehmen. Dabei handelt es sich mutmaßlich um die Schwester des Erschossenen, die die Polizei ursprünglich zu Hilfe gerufen hatte, nachdem ihr Bruder ziellos umhergerannt war. Er soll psychisch krank gewesen sein.

In einer Stellungnahme am Freitag (Ortszeit) gab ein Polizeisprecher an, man habe mit dem einzelnen Standbild Unruhen in der Bevölkerung verhindern und „den Frieden in der Gemeinde wahren” wollen. Die zunehmend gewalttätigen Proteste in den darauffolgenden Tagen zeigten jedoch den gegenteiligen Effekt. Daher habe man sich nach Diskussionen entschlossen, das gesamte Material zu veröffentlichen.

(dpa)
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