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Bahn: Deutsche Zugsysteme verhindern Tempo-Überschreitungen

Im deutschen Schienennetz verhindern technische Systeme nach Angaben der Bahn gefährliche Tempo-Überschreitungen von Zügen. Ein zu schnelles Durchfahren etwa einer Kurve könne daher nicht passieren, sagte Bahn-Technikvorstand Volker Kefer am Freitag.
Berlin. 

Notfalls werden zu schnelle Züge demnach an gefährlichen Stellen je nach Art der Strecke nach elektronischen oder magnetischen Impulsen automatisch auf die vorgesehene Geschwindigkeit zwangsgebremst. Bei dem schweren Unglück in Spanien mit 80 Todesopfern soll der Zug in einer Tempo-80-Zone 190 Kilometer pro Stunde gefahren sein. Zum spanischen Fall äußerte sich Kefer mangels näherer Kenntnisse nicht.

In Deutschland sind Strecken für mehr als 160 Kilometer pro Stunde mit einer permanenten Linienzugbeeinflussung (LZB) ausgestattet, die an einem Kabel zwischen den Schienen zu erkennen ist. Hierbei sind Geschwindigkeitsprofile der Streckenabschnitte im Bordcomputer hinterlegt und werden ständig mit dem tatsächlich gefahrenen Tempo abgeglichen, wie Kefer erläuterte. Bei Überschreitungen werde eine automatische Abbremsung ausgelöst.

Auf Strecken, die für weniger als 160 Kilometer pro Stunde ausgelegt sind, läuft ein Zwangsbremssystem mit Hilfe von Magneten, die in bestimmten Abständen am Gleis angeordnet sind. Dieses System heißt Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB). Laut Bahn sind dabei etwa vor engen Kurven, wenn ein Zug seine Geschwindigkeit beispielsweise um mehr als 20 Prozent reduzieren muss, Messpunkte eingerichtet. Ist der Zug zu schnell, bekommt der Lokführer ein Warnsignal. Reagiert er nicht, folgt eine technische Bremsung.

Kefer erklärte, dass bei einem Ausfall des LZB-Systems an dessen Stelle das PZB greife. Züge dürften dann nicht schneller als 160 fahren. Die Zugbeeinflussungssysteme gibt es auch in Bahnhöfen.

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