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Ukrainischer Präsident ordnet Kampfbereitschaft an

Interimspräsident Turtschinow: «Alle Erklärungen über Gefahren für russische Staatsbürger oder russischsprachige Ukrainer sind erdacht.» Foto: Yury Maximov Interimspräsident Turtschinow: «Alle Erklärungen über Gefahren für russische Staatsbürger oder russischsprachige Ukrainer sind erdacht.» Foto: Yury Maximov
Kiew. 

Nach Russlands Entscheidung über einen möglichen Militäreinsatz in der Ukraine hat in Kiew Interimspräsident Alexander Turtschinow volle Kampfbereitschaft angeordnet. «Ich gebe den Befehl, alle Militäreinheiten in volle Kampfbereitschaft zu versetzen», sagte Turtschinow.

Russland habe für einen «Akt der Aggression» keine Grundlage. «Alle Erklärungen über Gefahren für russische Staatsbürger oder russischsprachige Ukrainer sind erdacht», sagte er. Russland hatte gedroht, sein Militär auf der Halbinsel Krim einzusetzen zum Schutz seiner Bürger.

Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk sagte, dass er mit seinem russischen Kollegen Dmitri Medwedew gesprochen habe und in Moskau noch keine Entscheidung über einen Marschbefehl gefallen sei. «Die Regierung der Ukraine wird alle Maßnahmen zur Wahrung von Ruhe, Ordnung und Stabilität ergreifen», sagte Jazenjuk.

«Wir schützen jeden Bürger der Ukraine, ob er Ukrainisch oder Russisch spricht», sagte Jazenjuk. Einen russischen Militäreinsatz werde die Ukraine nicht hinnehmen. «Eine Intervention wird der Beginn eines Krieges und das Ende aller Beziehungen sein.»

Der Politiker und Ex-Box-Profi Vitali Klitschko sagte, dass eine schlagkräftige ukrainische Armee angesichts finanzieller Probleme nicht mehr existiere. Er bat um internationale Hilfe. «Ich bin überzeugt, dass wir nur mit Hilfe der Partner die Souveränität und Unabhängigkeit verteidigen können», sagte er. Die frühere Regierungschefin Julia Timoschenko forderte Unterstützung vom Weltsicherheitsrat.

(dpa)
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