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Weiter Nervenkrieg um Snowden

Im Spionagethriller um den US-Informanten Edward Snowden soll Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bei einem Besuch in Russland neue Bewegung bringen.
Hält die Welt in Atem: Ex-Geheimdienstler Edward Snowden. Foto: Glenn Greenwald/Laura Poitras Hält die Welt in Atem: Ex-Geheimdienstler Edward Snowden. Foto: Glenn Greenwald/Laura Poitras
Moskau. 

Kremlchef Wladimir Putin werde mit seinem Amtskollegen den Fall am Rande einer Energiekonferenz besprechen, berichteten russische Medien am Montag.

Maduro, der noch am Montag in Moskau erwartet wurde, hatte politisches Asyl in seinem Land für Snowden nicht ausgeschlossen. Der frühere US-Geheimdienstler sitze weiter ohne gültige Dokumente im Transitbereich des Moskauer Flughafens Scheremetjewo fest, sagte ein Mitarbeiter des Airports. Die USA hatten den Reisepass des Gesuchten für ungültig erklärt.

Eine mögliche Flucht des 30-Jährigen nach Ecuador sei dagegen «schon nahezu hinfällig», meinte der russische Politologe Michail Beljat. «Das Land rückt gerade deutlich von Snowden ab», sagte der Südamerika-Experte der Zeitung «Iswestija». Snowden hatte in Ecuador Asyl beantragt. Zuletzt sagte aber Präsident Rafael Correa, der Andenstaat sehe zuvor Russland am Zug.

Nach Lesart des Kremls hat Snowden bei seinem nun einwöchigen Aufenthalt im Transitbereich nicht offiziell die russische Grenze überschritten. Moskau empfinde daher keinen akuten Handlungsbedarf in dem Fall, hatte Putins Sprecher Dmitri Peskow am Vortag betont.

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