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TV-Kritik: "Um Himmels Willen": Der schleppende Neubeginn

Von Lange erwartet: Es gibt neue Kabbeleien zwischen Kloster Kaltenthal und dem geschäftstüchtigen Oberbürgermeister der gleichnamigen Gemeinde. Der Auftakt gerät aber etwas mau.
Schwester Hanna (Janina Hartwig, r.) und Marias Reiter (Olivia Pascal, l.) trösten Evi (Giulia Goldammer, M.) nach der geplatzten Hochzeit. Foto: (ARD-Programmdirektion) Schwester Hanna (Janina Hartwig, r.) und Marias Reiter (Olivia Pascal, l.) trösten Evi (Giulia Goldammer, M.) nach der geplatzten Hochzeit.

Der wichtigste Satz fällt ganz am Ende angesichts eines Filmteams, das im Kloster Kalthenthal einen historischen Mehrteiler dreht: "Noch ist die letzte Klappe nicht gefallen!" Natürlich spricht Bürgermeister Wolfgang Wöller (Fritz Wepper) den Satz auch für die Serie insgesamt. Die Nonnen befinden sich durch die Dreharbeiten in heller Aufregung. Allerdings sind die Klosterfrauen aus der ARD-Erfolgsserie ja eigentlich Stress gewohnt. Auch im Auftakt zur mittlerweile 17. Staffel gibt es davon reichlich.

Es beginnt mit einer Hochzeit, bei der sich der trauende Bürgermeister wie gewöhnlich verspätet. Aber die geplante Trauung muss er gar nicht mehr durchführen: Eine junge Frau erscheint und stellt den erschrockenen Bräutigam knallhart zur Rede. Der trottet anschließend wie ein begossener Pudel zur Braut und erklärt ihr, sie nicht heiraten zu können. Der wohlhabende Brautvater, der die Verbindung seiner Tochter Evi (Giulia Goldammer)mit dem Barkeeper ohnehin nie guthieß, sieht sich bestätigt.

Die Hauptgeschichte schwächelt

Der Bräutigam und die junge Frau kennen sich von früher, waren einmal ein Paar und die Frau weiß etwas, womit sie ihren früheren Freund erpressen kann. Wöller hat währenddessen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen: Die Kassen sind leer und deswegen kommt ihm das Angebot der Filmfirma, das Kloster für viel Geld für die Dreharbeiten zu mieten, gerade zur rechten Zeit. Die Klosterleiterin Schwester Hanna (Janina Hartwig) stellt ihre Unterstützung aber an eine Bedingung.

Der ARD-Serienerfolg funktioniert in der ersten neuen Folge eher durch die Schauspieler und das ländlich-dörfliche Ambiente als über ein besonders ausgefeiltes Drehbuch. Die Hauptgeschichte über die geplatzte Hochzeit kann diesmal kaum überzeugen: Viel zu schnell und im Hauruck-Verfahren löst sich das Problem zwischen Braut und Bräutigam. Besonders angesichts der Vorgeschichte bleibt hier die Glaubwürdigkeit weitgehend außen vor.

Die Geschichte hätte deutlich mehr hergegeben als die Episode mit dem geraubten Auto, die in der nächsten Episode eine Fortsetzung erfahren dürfte. Mit dem Raub eines Autos durch ein Verbrecher-Duo kommt immerhin ein Hauch von Krimi in die überwiegend beschaulich geprägte Reihe. Ein Film im Film-Thema wirkt zwar stets ein wenig selbstverliebt, sorgt aber immerhin für eine neue Optik des Klosters, weil der historische Dreiteiler im Krieg spielt. Fans dürften sich aber vor allem über das Wiedersehen mit den vertrauten Figuren der Serie freuen.

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