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Badenia-Bausparklausel zur Kündigung ist unwirksam

Die Karlsruher Entscheidung könnte Pilotcharakter haben. Foto: Uli Deck Die Karlsruher Entscheidung könnte Pilotcharakter haben.
Karlsruhe. 

Eine Vertragsklausel der Bausparkasse Badenia, nach denen sie bestimmte Verträge nach 15 Jahren kündigen kann, ist unwirksam.

Das entschied das Landgericht Karlsruhe nach einer Klage der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Die Klausel bedeute in ihrer konkreten Formulierung eine unangemessene Benachteiligung der Bausparer, begründete eine Richterin das Urteil. (Az.: 10 O 509/16)

Die Vertragsklausel sollte dem Unternehmen ermöglichen, nach vorheriger Ankündigung einen Bausparvertrag zu kündigen, wenn dieser nach 15 Jahren die Zuteilungsvoraussetzungen nicht erreicht hat oder ein Kunde die Zuteilung des Bauspardarlehens nach 15 Jahren noch nicht angenommen hat.

Die Karlsruher Entscheidung könnte Pilotcharakter haben, denn auf eine ähnliche Klausel setzen auch die Landesbausparkasse (LBS) Südwest und der Verband der Privaten Bausparkassen. Dagegen laufen ebenfalls Klagen von Verbraucherschützern.

(dpa)
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