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Ex-Führung verließ ADAC nicht freiwillig

Karnevalsumzug in Düsseldorf. Die ADAC-Affäre hat den Autoclub auf den Kopf gestellt. Foto: Roland Weihrauch Karnevalsumzug in Düsseldorf. Die ADAC-Affäre hat den Autoclub auf den Kopf gestellt. Foto: Roland Weihrauch
München. 

Der ADAC muss sich weiter mit früheren Spitzenkräften streiten. Laut «Süddeutscher Zeitung» hat sich der Autoclub entgegen früherer Absichten mit seinem langjährigen Geschäftsführer Karl Obermair nicht auf eine einvernehmliche Trennung einigen können.

Wie die Zeitung (Mittwoch) berichtet, sei im Streit über eine millionenschwere Abfindung keine Lösung gefunden worden. Der Club habe darauf dem Manager fristgerecht zum 31. März gekündigt. Ob Obermair sich gegen die Kündigung wehren wird, blieb zunächst offen.

Ein ADAC-Sprecher wollte den Bericht am Dienstag nicht kommentieren. Der kommissarische ADAC-Präsident August Markl hatte Ende Februar angekündigt, dass der Club sich auch von Obermair trennen wolle. Die Verhandlungen um einen Auflösungsvertrag scheiterten allerdings, wie die Zeitung berichtet. Ob eine Einigung wegen hoher Forderungen des früheren Managers nicht zustande kam, wollte der Sprecher nicht sagen. Zu Personalthemen äußere man sich grundsätzlich nicht.

Das gilt auch für den ehemaligen Kommunikationschef und Ex-Chefredakteur des Magazins «Motorwelt», Michael Ramstetter. Der hatte die Manipulationen bei der Verleihung der Auszeichnung «Gelber Engel» eingeräumt und trägt aus ADAC-Sicht damit die Schuld an der tiefen Krise des Clubs. Nachdem ein Prüfbericht der Beratungsfirma Deloitte den Verdacht auf Fälschungen beim «Gelben Engel» bestätigte, hatte der ADAC den bereits beurlaubten Ramstetter fristlos gekündigt.

Gegen diese Kündigung wehrt sich Ramstetter nun vor dem Münchner Arbeitsgericht. Das Verfahren beginne am 22. Mai mit einem Gütetermin, teilte das Gericht am Dienstag mit. Die Klage hatte Ramstetter am 11. März erhoben. Auf der anderen Seite hatte der ADAC angekündigt, rechtliche Schritte gegen Ramstetter zu prüfen. Diese Prüfung dauere noch an, hieß es beim ADAC. Vorstellbar sind vor allem Schadenersatzforderungen gegen den früheren Kommunikationschef, der als Schlüsselfigur des ADAC-Skandals gilt. Als Folge verlor auch Club-Präsident Peter Meyer seinen Posten.

(dpa)
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