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Kodak auf dem Weg aus dem Insolvenzverfahren

Der Fotopionier Kodak will nach eineinhalb Jahren harter Sanierung im dritten Quartal das Insolvenzverfahren verlassen.
Kodak war nach einer langen Verlust-Strecke Anfang 2012 in die Insolvenz gerutscht. Foto: Peter Kneffel Kodak war nach einer langen Verlust-Strecke Anfang 2012 in die Insolvenz gerutscht. Foto: Peter Kneffel
Rochester. 

Gläubiger, die 2,7 Milliarden Dollar ungesicherte Schulden halten, sollen Aktien der neuen Firma bekommen, sieht ein am späten Dienstag vorgestellter Plan vor. Ihre Zustimmung ist der entscheidende Baustein für die Zukunft. Kodak will sein Geld künftig als Druckspezialist für Firmenkunden verdienen.

Kodak war nach einer langen Verlust-Strecke Anfang 2012 in die Insolvenz gerutscht. Seitdem wurden riesige Konzernteile abgestoßen. Zuletzt ging das traditionsreiche Geschäft mit Fotofilmen an den Pensionsfonds für die britischen Kodak-Mitarbeiter. Zusammen mit dem Filmgeschäft wechseln auch die Fotostationen zum Ausdrucken von Bildern sowie die Scanner den Besitzer.

Das Filmgeschäft war früher eine Goldgrube und ließ Kodak zu einem der größten und bekanntesten US-Konzerne aufsteigen. Doch mit dem Vormarsch der Digitalfotografie begann der Niedergang. Bei der Sanierung blieben tausende Jobs auf der Strecke.

Zuletzt gelang Kodak nach dem Verkauf seiner Digitalbild-Patente nach langer Zeit wieder ein Gewinn. Im ersten Quartal verdiente der US-Konzern 283 Millionen Dollar (217 Mio Euro) nach einem Verlust von 366 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz schrumpfte gleichzeitig weiter um 9 Prozent auf 849 Millionen Dollar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte.

Kodak hatte nach einem langen Ringen im Dezember seine Digitalfoto-Patente für gut eine halbe Milliarde Dollar an eine Gruppe von Technologiekonzernen verkauft, zu denen Apple, Google, Samsung und Microsoft gehören. Die namhaften Rivalen wollten damit sicherstellen, dass die Patente niemand anderem in die Hände fallen, der dann die Branche mit Klagen überziehen könnte. 

Kodak hatte als Pionier auch der Digitalfotografie eine Reihe grundlegender Erfindungen gemacht, war später aber vom Wandel überrollt worden. Anfang 2012 musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Für Kodak war der Verkauf der Patente eine Grundbedingung für einen Neustart, sonst hätten Banken einen notwendigen Kredit nicht gewährt.

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