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Dicke Kinder schwächeln in Mathe

Die Wahrscheinlichkeit, dass adipöse Kinder eine Eins oder Zwei in Mathe haben, ist geringer als bei ihren normalgewichtigen Mitschülern. Foto: Mascha Brichta Die Wahrscheinlichkeit, dass adipöse Kinder eine Eins oder Zwei in Mathe haben, ist geringer als bei ihren normalgewichtigen Mitschülern. Foto: Mascha Brichta
Berlin. 

Fettleibige Kinder haben schlechtere Mathenoten und gehen seltener aufs Gymnasium. Das zeigt eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB).

Fettleibigkeit (Adipositas) hat den Berliner Wissenschaftlern zufolge unabhängig vom sozialen Status der Eltern Einfluss auf den Schulerfolg. In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 3 und 17 Jahren übergewichtig, etwa 6 Prozent sind fettleibig.

Die Wahrscheinlichkeit, dass adipöse Mädchen und Jungen eine Eins oder Zwei in Mathe haben, ist bei ihnen um 11 beziehungsweise 10 Prozent geringer als bei ihren normalgewichtigen Mitschülern. Die Kinder leiden unter einem geringen Selbstwert, so dass sie sich selbst wenig zutrauen. Keinen Einfluss auf die Mathenote haben die Aspekte, ob ein Kind insgesamt gesund ist, wie viel Sport es treibt oder wie viel Fernsehen es guckt.

Adipöse Kinder schaffen außerdem seltener den Übergang aufs Gymnasium. Ob dies ausschließlich mit den schlechteren Mathenoten zusammenhängt, konnten die Forscher nicht belegen. Denkbar ist auch, dass Lehrer stark übergewichtige Schüler für weniger kompetent halten und seltener fürs Gymnasium empfehlen. Oder Eltern trauen ihren Kindern weniger zu und schicken sie deshalb nicht auf diese Schule.

Für die Studie wurden Daten des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (Altersgruppe 7 bis 10 Jahre) des Robert-Koch-Instituts sowie des Mikrozensus 2009 ausgewertet.

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