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Beziehungstipps: Keine Partnerschaft ohne Rituale

Rituale schweißen Paare zusammen: Für manche ist das die Lesestunde im Bett, für andere der sonntägliche Brunch. Foto: Jens Kalaene Rituale schweißen Paare zusammen: Für manche ist das die Lesestunde im Bett, für andere der sonntägliche Brunch. Foto: Jens Kalaene
Frankfurt. 

Rituale können in einer Beziehung positiv sein: Das romantische Dinner am Kennenlerntag, der Ausflug jeden Sonntag. Sie können aber auch zum einengenden Zwang werden. Dann ist es höchste Zeit, neu über sie zu verhandeln.

Der tägliche Anruf in der Mittagspause, der wöchentliche Brunch am Sonntag, der abendliche Gute-Nacht-Kuss vor dem Einschlafen: Jede Partnerschaft hat eigene Rituale. Und das ist gut so, denn sie sind enorm wichtig für eine Beziehung. «Rituale signalisieren, dass einem der Partner wichtig ist, und man sich Zeit für ihn nimmt. Sie geben damit ein Gefühl der Zusammengehörigkeit, Sicherheit und Geborgenheit», sagt Doris Wolf, Psychologin aus Mannheim.

Normalerweise entstehen Rituale nicht bewusst. Es sind gemeinsame Gewohnheiten, die sich entwickeln. Ähnlich funktioniert das auch bei Kosenamen: Ein Wort wie zum Beispiel «Sweetie» oder «Hase» wird eher zufällig gesagt, der andere reagiert darauf positiv. Schnell wird es zum Ritual, sich so anzureden.

Es gibt allerdings in jeder Partnerschaft negative Rituale, zum Beispiel Nörgeln oder Vorschläge des anderen in bestimmten Situationen abzulehnen. Auch scheinbar positive Rituale - zum Beispiel, dem anderen stets lästige Aufgaben abzunehmen - können problematisch werden. «Je länger ein Paar zusammen ist, umso häufiger treten schädliche und zerstörerische Rituale auf», erklärt der Psychologe Hans Onno Röttgers vom Universitätsklinikum Marburg. So können zum Beispiel das Anschweigen beim gemeinsamen Essen oder ein aggressiver Ton in der Unterhaltung ritualisiert auftreten.

(Von Sabine Maurer, dpa)
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