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Lebensmittel: Preise für Brot und andere Backwaren werden leicht steigen

Nichts essen die Deutschen häufiger als Brot und Brötchen. Seit Jahren sind die Preise eher stabil. Die miserable Getreideernte dürften aber auch Bäcker und ihre Kunden zu spüren bekommen. Aber es gibt andere wesentliche Kostentreiber, wie die Branche beklagt.
Brötchen könnten zum Jahresende etwas teurer werden. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Brötchen könnten zum Jahresende etwas teurer werden.
Frankfurt. 

Brot und andere Backwaren sollen etwas teurer werden. Die Bäckereibranche begründet das aber hauptsächlich nicht mit Ernteausfällen und drastisch gestiegenen Getreidepreisen.

Zu Buche schlagen würden dagegen vor allem Mehrkosten durch die Lkw-Maut, höhere Löhne sowie gestiegene Hygiene- und Qualitätsstandards: „Hier drückt der Schuh”, sagte die Präsidentin des Verbandes Deutscher Großbäckereien, Ulrike Detmers, in Frankfurt. Dies seien die wesentlichen Kostentreiber. Letztlich müssten aber die Betriebe über die Preise entscheiden.

Unter dem Strich müssten sich Verbraucher auf „tendenziell leicht steigende” Preise einstellen. Die gestiegenen Getreidepreise aufgrund des knapperen Angebots seien natürlich zu spüren, aber „nicht so krass”, sagte Detmers.

Angesichts der extremen Trockenheit in vielen Regionen Deutschlands und Europas haben die Bauern in diesem Jahr eine deutlich schlechtere Getreideernte eingefahren. Allein der Weizenpreis ist seit Oktober vergangenen Jahres um rund 28 Prozent gestiegen. Aus Sicht von Marktbeobachtern dürfte dies aber kein Auslöser für stark steigende Brotpreise sein. Denn der Rohstoffpreis mache nur einen geringen Anteil am Preis für Brot oder Brötchen aus. Höhere Rohstoffkosten könnten daher keine Begründung sein, argumentierten Experten.

Nach Darstellung von Verbands-Hauptgeschäftsführer Armin Juncker könnten sich die höheren Kosten voraussichtlich schon gegen Ende dieses Jahres bemerkbar machen. Dann würden neuen Lieferverträge mit den Mühlen abgeschlossen. Die Mühlenwirtschaft fordere einen Aufschlag zwischen 25 und 30 Prozent: „Da muss man abwarten, wie die Verhandlungen tatsächlich laufen. Das wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird.” Der trockene Sommer habe nicht nur die Erntemengen gedrückt, auch die Qualität sei schlechter.

(dpa)

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