Ratgeber: Darf Körperbehaarung entfernt werden?

Die Zeiten, in denen die Körperbehaarung den Menschen vor Kälte schützen sollte, liegen lange zurück. Geht es nach dem heutigen Trend, hat sie an vielen Körperstellen nichts mehr zu suchen. Doch ist die Haarentfernung eigentlich gesund?
Achselhaare bilden eine zusätzliche Angriffsfläche für Bakterien. Je weniger Bakterien sich jedoch unter den Achseln befinden, desto geruchsloser ist der Schweiß. Foto: Rolf Vennenbernd Achselhaare bilden eine zusätzliche Angriffsfläche für Bakterien. Je weniger Bakterien sich jedoch unter den Achseln befinden, desto geruchsloser ist der Schweiß.
Hamburg. 

Die einen haben ganz viel davon, andere fast gar nichts. In manchen Gefilden gilt Körperbehaarung als schick, in anderen Ländern nehmen die Leute Höllenqualen auf sich, um sie loszuwerden. Aber haben die Härchen nicht irgendeinen Sinn? Und darf man sie dann einfach abmachen?

Was das kann? 

Früher war Körperbehaarung von der Natur mal als Schutz vor Kälte gedacht. Evolutionär hat sich diese Funktion allerdings erledigt. Thermojacken sind einfach viel kälteabweisender als ein Flaum geringelter Haare auf der Brust.

Was also tun?

Sprießen lassen oder entfernen - das ist zumindest aus medizinischer Sicht egal, sagt Ute Siemann-Harms, Fachärztin für Dermatologie und Allergologie an der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf. „Viele Menschen empfinden es als hygienisch, die Haare unter den Achseln und im Intimbereich zu entfernen”, sagt sie. Und das nicht ganz zu Unrecht: Ohne die Haare finden Bakterien weniger Fläche, um sich breitzumachen. Und je weniger Bakterien sich zum Beispiel unter den Achseln tummeln, desto geruchloser ist der Schweiß.

Allerdings: Wer rasiert, sollte aufpassen, dass es nicht zu kleinen Verletzungen kommt. Ist es doch passiert, einfach schnell desinfizieren. Sonst drohen Entzündungen.

(dpa)

Zur Startseite Mehr aus Gesundheit

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen