Mit Schmerzpflaster auf der Haut unbedingt Sonne meiden

Wer bei heißem Wetter ein Pflaster gegen Schmerzen tragen muss, der sollte sich besser einen kühlen Ort suchen. Denn durch die Wärme kann es sein, dass das Pflaster stärker wirkt.
Bei Rückenschmerzen greift so mancher gern zum Schmerzpflaster. Bei allzu warmen Wetter sollte man dabei allerdings eine gewisse Vorsicht walten lassen. Foto: Patrick Pleul Bei Rückenschmerzen greift so mancher gern zum Schmerzpflaster. Bei allzu warmen Wetter sollte man dabei allerdings eine gewisse Vorsicht walten lassen. Foto: Patrick Pleul
Berlin. 

Patienten mit Schmerzpflastern bleiben bei heißen Temperaturen besser im Haus, zumindest aber im Schatten. Denn je wärmer die Haut wird, desto stärker wirkt das Medikament. Der Grund: Seine Arzneistoffe gelangen rascher durch erwärmte Haut ins Blut. Darauf weist Gabriele Overwiening von der Bundesapothekerkammer in Berlin hin. Tabu ist daher auch, heiß zu baden, zu saunieren oder Wärmflaschen zu benutzen.

Dass ein Schmerzpflaster zu stark wirkt, merken Patienten zum Beispiel daran, dass sie langsamer atmen als sonst, ihnen schwindelig ist oder sie sich schläfrig oder verwirrt fühlen. Auch Probleme beim Laufen oder Reden sowie ein Kältegefühl weisen darauf hin. Dann sollten sie das Pflaster abziehen und zum Arzt gehen.

Nach dem Abziehen sind die Beschwerden nicht sofort vorbei, denn in der Haut befindet sich noch ein Rest des Wirkstoffs. Um nicht aus Versehen etwas von dem Medikament an die Hände zu bekommen, empfiehlt die Kammer, das gebrauchte Pflaster mit der Klebefläche nach innen zusammenzufalten. Es enthält auch nach Gebrauch immer noch Wirkstoff.

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