So bekommt man einen Waschbrettbauch

Sportler haben ihn, Models meistens auch - den Waschbrettbauch. Wer dem Ideal mit zahllosen Bauchübungen nacheifert, ist oft vom Resultat enttäuscht. Denn was viele missachten: ohne Ausdauertraining und eine reduzierte Ernährung geht es nicht.
Ob in der Werbung oder im Sport - der Waschbrettbauch ist allgegenwärtig. Um selbst das Ziel eines Sixpacks zu erreichen, ist Geduld, disziplinierte Ernährung und hartes Training gefragt. Foto: Rolf Vennenbernd Ob in der Werbung oder im Sport - der Waschbrettbauch ist allgegenwärtig. Um selbst das Ziel eines Sixpacks zu erreichen, ist Geduld, disziplinierte Ernährung und hartes Training gefragt.
Köln. 

Trotz fleißigem Bauchmuskeltraining kein Waschbrettbauch? Kein Wunder, denn ein Sixpack wächst nicht allein durch Krafttraining.

Da sie nur eine sehr kleine Muskelgruppe umfassen, verbrennen Bauchmuskeln zu wenig Energie, um Fett schwinden zu lassen. „Der Waschbrettbauch macht sich meistens erst bemerkbar, wenn der Körperfettanteil insgesamt niedrig ist, bei Männern unter 15 Prozent und bei Frauen unter 20 Prozent”, erklärt Prof. Dr. Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln. Weicht der Körperfettanteil jedoch zu stark nach unten ab, bestehen Risiken für die Gesundheit.

Wie schnell sich ein Sixpack zeigt, hängt aber auch von den Genen ab. Menschen, die zu Übergewicht neigen, haben es entsprechend schwerer, sich einen definierten Bauch zuzulegen. Ein gezieltes Muskeltraining reicht aber bei den meisten Menschen nicht aus. Vielmehr muss der Fettanteil durch ein kombiniertes Ausdauertraining abgebaut werden. Auch eine reduzierte und gesunde Ernährung unterstützt das Vorhaben.

Nicht nur aus optischen, sondern vor allem aus gesundheitlichen Gründen sollten Rettungsringe um den Bauch angegangen werden. Das innere Bauchfett, welches sich an den Eingeweiden anlagert, begünstigt einen zu hohen Blutdruck, Diabetes Typ 2, Fettstoffelwechsel-Störungen oder sogar Herzinfarkte.

„Es ist nie zu spät, mit dem Training zu beginnen, denn die Muskulatur kennt keine biologische Uhr. Die älteste Muskelzelle im Körper ist 15 bis 20 Jahre alt”, weiß Froböse. Außerdem sollte man Geduld mitbringen. Innerhalb von zwei Wochen ist das Ziel unerreichbar.

(dpa)
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