Spitzwegerich auf Mückenstich legen

Gerade im Wald oder am See trifft man meist auf viele Mücken. Und wenn die Plagegeister zustechen, fängt es schnell an zu jucken. Soforthilfe verspricht der Spitzwegerich.
Den Spitzwegerich kann man gut auf der Wiese ausmachen: Er hat schmale, lanzettförmige Blätter. Foto: Simone A. Mayer Den Spitzwegerich kann man gut auf der Wiese ausmachen: Er hat schmale, lanzettförmige Blätter.
St. Märgen. 

Wer in der Natur unterwegs ist, riskiert auch mal einen Mückenstich. Nicht immer sind dann spezielle Salben oder ein elektronischer Stichheiler zur Hand.

In dem Fall kann ein weit verbreitetes Unkraut den Juckreiz lindern, erklärt die Kräuterexpertin Gertrud Kaltenbach aus St. Märgen im Schwarzwald. Sie rät, auf Spaziergängen, Wanderungen oder wenn zu Hause kein anderes Mittel gegen Juckreiz verfügbar ist, Spitzwegerich zu pflücken.

Sie nimmt drei Blätter und reibt diese in den Handflächen aneinander, bis sich eine noch feste Masse ergibt. Damit dann auf den Mückenstich tupfen. Der Geruch verfliege schnell, und die Haut fühle sich außerdem weicher an, erklärt Kaltenbach.

Spitzwegerich gehört zu den typischen Wiesenkräutern, er ist auch als Spießkraut bekannt. Er wächst auch auf dem Rasen im Garten, wobei er von dort gerne als störendes Unkraut entfernt wird. In der Kräuterküche findet Spitzwegerich ebenfalls Anwendung. „Er riecht und schmeckt nach Pilzen”, erklärt Kaltenbach. „Ich gebe Spitzwegerich daher in die Suppe.”

(dpa)
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