Transplantationsskandale wirken nach - Spendenbereitschaft leidet

Im Jahr 2013 wurden bundesweit 2824 Organe gespendet - ein Minus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Foto: Frank May Im Jahr 2013 wurden bundesweit 2824 Organe gespendet - ein Minus von 13,6 Prozent im Vergleich zum Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Foto: Frank May
Leipzig. 

Vor einem Jahr machte die Uniklinik Leipzig Mauscheleien bei der Vergabe von Spenderorganen öffentlich. Zwei Ärzte wurden entlassen, Strukturen verändert. Doch das Vertrauen in die Organspende bleibt erschüttert.

Am Neujahrstag 2013 ging die Uniklinik Leipzig in die Offensive. Nach Transplantationsskandalen in Göttingen und München seien auch in Leipzig Unregelmäßigkeiten bei der Organvergabe entdeckt worden, teilte die renommierte Klinik mit. Patienten, die auf eine neue Leber warteten, seien kränker gemacht worden - um sie auf der Warteliste bei Eurotransplant nach oben zu bringen. Die Nachricht über die neuen Mauscheleien erschütterte das Vertrauen in die Organspende. Und der Skandal wirkt nach - ein Jahr danach sind die Organspende-Zahlen auf einem Tiefstand.

In den ersten elf Monaten des Jahres 2013 wurden nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen 311 Organe gespendet - ein Minus von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bundesweit bedeuteten 2824 gespendete Organe laut DSO ein Minus von 13,6 Prozent. Die Stiftung macht die Transplantationsskandale für die sinkende Spendenbereitschaft verantwortlich. Außer in Göttingen, München und Leipzig wurden auch in Münster Unregelmäßigkeiten festgestellt.

(Von Birgit Zimmermann, dpa)
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