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Kein Strandgut ins Aquarium

Einen Seestern kann man trockenen und als Deko nutzen. Ins Aquarium darf er allerdings nicht. Foto: Andreas Heimann Einen Seestern kann man trockenen und als Deko nutzen. Ins Aquarium darf er allerdings nicht. Foto: Andreas Heimann
Olching. 

Blubbernde Vulkane oder halbe Unterwasserstädte: Man kann eine ganze Menge Deko ins Aquarium packen. Doch nicht alles ist gut für die Fische und das Gleichgewicht im gläsernen Wasserbecken.

Getrocknete Seesterne oder Muschelschalen vom Strand eignen sich nicht als Dekoration für Aquarien. Darauf weist Florian Grabsch vom Verband Deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) hin. Kalk, Schmutz und Bakterien würden das Wasser und damit die Fische zu sehr belasten.

In der Natur gesammelte Steine sind dagegen meist unproblematisch - wenn man sie vor dem Einsetzen ins Becken sorgfältig reinigt. Metallische und kalkhaltige Einschlüsse dürfen sie jedoch nicht haben. «Ob Kalk enthalten ist, kann man ganz leicht mit etwas Essigessenz testen: Schäumt es an der Oberfläche, gehört der Stein nicht in ein Süßwasseraquarium», erläutert Grabsch. Salzwasseraquarien seien in dieser Hinsicht weniger empfindlich, da der Kalkgehalt hier ohnehin hoch sei. Dafür sind sie besonders anfällig für metallische Einschlüsse, die durch das Salz umgehend Rost ansetzen.

Selbst gesammeltes Wurzelholz gehört ebenfalls nicht in ein Aquarium, da es meist noch Fäule enthält. Geeignete Hölzer gibt es in besserer Qualität in der Zoohandlung. Auch bei Plastik-Deko sollte man aufpassen: Günstige Importware, die stark nach Chemie riecht, lehnt Grabsch strikt ab. Wer unbedingt Spielzeugschiffe, Plastikmuscheln oder -burgen in einem Aquarium versenken möchte, sollte auf Qualitätsware achten.

Die findet sich inzwischen auch beim Angebot von Plastikpflanzen. Grabsch gibt aber zu bedenken, dass echte Pflanzen zusätzlich Sauerstoff liefern und Schadstoffe aus dem Wasser filtern. Für die meisten Besitzer eines Aquariums sind sie deshalb immer noch die erste Wahl.

(dpa)
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