Knipsen statt klettern - Die Solaranlage regelmäßig checken

Finden Verbraucher Schäden an ihrer Solaranlage, sollten sie nicht selbst aufs Dach klettern, sondern das Fachleuten überlassen. Foto: Bundesverband Solarwirtschaft Finden Verbraucher Schäden an ihrer Solaranlage, sollten sie nicht selbst aufs Dach klettern, sondern das Fachleuten überlassen. Foto: Bundesverband Solarwirtschaft
Berlin. 

Photovoltaikanlagen können die Haushaltskasse entlasten. Die Anlage muss aber einwandfrei funktionieren, um möglichst viel aus den Sonnenstrahlen herauszuholen.

Besonders nach dem Winter, aber auch nach extremen Wetterlagen mit Starkem Wind sollten Anlagenbetreiber regelmäßig die Module auf dem Dach überprüfen, rät der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in Berlin. Das geht in vier Schritten:

Stimmt der Ertrag? Der Besitzer einer Anlage sollte immer mal wieder auf den Stromzähler schauen. Er verrät, wie viel Energie die Photovoltaik-Anlage erzeugt. Auch der Wechselrichter zeigt die aktuelle Anlagenleistung. An einigen Modellen oder mit Hilfe spezieller Zusatzgeräte geht das auch über einen längeren Zeitraum. Liegt die Leistung der Anlage deutlich unter dem Erwartbaren oder produziert die Anlage gar keinen Strom mehr, sollte ein Experte gerufen werden. Das ist in der Regel der Betrieb, der die Anlage installiert hat. Es muss aber gar nichts kaputt sein, auch Schmutz auf den Modulen kann den Ertrag senken.

Sind die Module kaputt? Der Herbst und Winter hat seine Spuren hinterlassen: Schnee lag auf der Anlage, Wind hat an ihr gezogen, Äste und Laub sind darauf gelandet. Daher sollten die Besitzer die Anlage auf Schäden überprüfen. Selbst auf das Dach zu steigen, ist aber zu gefährlich. Der BSW-Solar rät: Die Module vom Boden aus fotografieren und die Bilder am Computer vergrößert anschauen. Stehen Module vor, sind sie verrutscht oder gebrochen, sollte der Fachinstallateur gerufen werden.

Liegt Schmutz auf der Anlage? In der Regel schwemmt Regenwasser den meisten Schmutz von den Modulen. Aber Vogelkot und Blütenpollen können hartnäckig haften. Auch in so einem Fall sollte der Besitzer dem Verband zufolge Profis zu Hilfe rufen. Allerdings kostet das einen Haushalt im Einfamilienhaus je nach Aufwand und Größe 300 bis 600 Euro. Die Kosten sind aber von der Steuererklärung als Betriebskosten absetzbar.

Wird alles herausgeholt? Bei der Inbetriebnahme misst der Installateur die volle Funktionstüchtigkeit der Photovoltaikanlage. Spätestens alle vier Jahren sollte das wiederholt werden. Denn so können nicht sichtbare Mängel gefunden werden, etwa Kabelschäden.

(dpa)
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