Das Auto wird zum Smartphone auf Rädern

Das Auto wird mit dem Anschluss zu Datennetzen immer mehr zum Teil des Internet. Foto: Jens Kalaene Das Auto wird mit dem Anschluss zu Datennetzen immer mehr zum Teil des Internet. Foto: Jens Kalaene
Berlin. 

Wenn Mercedes die Computer-Uhr Pebble sich mit seinen Autos verbinden lässt, ist das auf den ersten Blick eine kleine Sache. Doch gerade die Unterstützung der nur von wenigen genutzten Smartwatch zeigt, wie sehr das Auto bereits zu einem Teil der Internet-Welt geworden ist.

Die Autoindustrie geht damit auf eine Reise, die sie gehörig verändern wird. «Es wäre naiv anzunehmen, dass wenn das Auto ein Teil des Internets wird, das Internet den Spielregeln der Autoindustrie folgt», brachte es Continental-Manager Ralf Lenninger, der bei dem Autozulieferer die Kontakte zur IT-Branche pflegt, im September auf der Automesse IAA auf den Punkt. «Das vernetzte Auto ist nur mit vernetzten Industrien zu machen.»

Das ist ein Kulturwandel für die Industrie, die über Jahrzehnte nach ihren eigenen Gesetzen funktionierte. Auch bei der Einbindung von Online-Diensten in Fahrzeuge versuchten es die Hersteller zunächst mit hauseigenen Lösungen - meist zu saftigen Aufpreisen.

Doch der Vormarsch der Smartphones hat die Verbraucher ungeduldiger gemacht. «Entweder wir bieten ihnen zu vernünftigen Preisen die Funktionen, die sie gewohnt sind, oder sie werden beim Autofahren auf ihre Handys schielen», sagt ein Brancheninsider. Inzwischen lassen sich auch in immer mehr günstigeren Auto-Modellen die Apps vom Smartphone - meist über Plattformen der Hersteller - auch auf den Bildschirmen der Infotainment-Anlagen nutzen.

(Von Andrej Sokolow, dpa)
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