Tickets für Sotschi 2014 erhältlich - Die Anreise ist schwierig

Sportfans können ab sofort Tickets für die Olympischen Spiele in Sotschi erstehen. Am besten schauen Interessenten auch frühzeitig nach einer Unterkunft und überlegen, wie sie anreisen. Denn beides könnte etwas schwieriger werden.
In knapp einem Jahr beginnen die Wettkämpfe in Sotschi: Sportfans können ab Montag Tickets für die Olympischen Winterspiele erstehen. Foto: Maxim Shipenkov In knapp einem Jahr beginnen die Wettkämpfe in Sotschi: Sportfans können ab Montag Tickets für die Olympischen Winterspiele erstehen. Foto: Maxim Shipenkov
Berlin. 

Sportfans können ab sofort Tickets für die Olympischen Spiele in Sotschi erstehen. Am besten schauen Interessenten auch frühzeitig nach einer Unterkunft und überlegen, wie sie anreisen. Denn beides könnte etwas schwieriger werden.

Nicht einmal mehr ein Jahr dauert es bis zu den nächsten Olympischen Winterspielen in Sotschi (7. bis 23. Februar 2014). Am Montag (4. März) hat in Deutschland der Verkauf für die Eintrittskarten begonnen. Rund 10 000 Stück sind zunächst im Angebot. Vor dem Kauf müssen Sportfans jedoch einiges beachten. Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wie komme ich an Tickets?

Sportfans mit Wohnsitz in Deutschland kommen an Karten nur über Dertour, den offiziellen Partner des Deutschen Olympischen Sportbundes. Der Reiseveranstalter verkauft Tickets über seine Homepage sowie in Reisebüros. Rund 10 000 Stück sind zunächst erhältlich. Die Preise bewegen sich zwischen 16 Euro für ein Vorrundenspiel im Dameneishockey und 1378 Euro für die Eröffnungsfeier. Pro Buchungsvorgang und Kategorie können maximal vier Tickets erworben werden. Die Tickets sind nichts namensgebunden. Sobald jedoch feststeht, wer den Wettkampf besucht, muss dieser im Internet oder vor Ort einen sogenannten Spectator-Pass buchen. Nur mit diesem und dem Ticket gibt es Zutritt zu den Veranstaltungen. Auch auf der offiziellen Olympia-Homepage werden Karten verkauft. Dieser Weg steht jedoch nur Fans mit Wohnsitz in Russland offen.

Wie reise ich am besten nach Sotschi?

Am längsten dauert die Anreise wohl mit dem Auto. Die Strecke von Berlin nach Sotschi ist rund 2850 Kilometer lang. Für die Fahrt durch Polen und die Ukraine veranschlagen Routenplaner ohne Pause rund 35 Stunden. Derzeit ist auch das Flugzeug keine besonders gute Alternative. Direktflüge aus Deutschland gibt es noch nicht. Lediglich Aeroflot und Turkish Airlines fliegen mit Umsteigen Sotschi an. Dertour arbeitet derzeit nach Angaben von Produktmanager Carsten Huefner jedoch an Direktflügen zu den Olympischen Spielen.

Welche Einreiseformalitäten sind zu beachten?

Für die Einreise nach Russland müssen sich Fans vorher gegen Gebühr ein Visa besorgen. Das geht etwa über das Visazentrum in Berlin, bei einem russischen Konsulat oder in einem Reisebüro. Auch Dertour gibt auf seiner Homepage Informationen.

Gibt es Komplettpakete?

Dertour will auch Arrangements mit Eintrittskarte, Hotel und Anreise anbieten. Diese sind derzeit jedoch noch nicht buchbar, Details stehen sollen Mitte März feststehen.

Wie sieht es mit Hotels aus?

Während die Bauarbeiten bei den Sportstätten laut Veranstaltern zu 100 Prozent im Zeitplan liegen, gibt es vor allem bei den Hotels Probleme. Vizeregierungschef Dmitri Kosak räumte auf einer Sitzung der Staatlichen Kommission für die Vorbereitung der 22. Winterspiele ein, dass das Hauptproblem die fehlenden Arbeiter seien. Betroffen von dem Mangel sind demnach 24 der 43 Hotels oder 2400 von 41 000 Zimmern. Hinzu kommt, dass fast alle Hotels vom Organisationskomitee unter Vertrag sind und nicht für die Buchung verfügbar sind.

Gegen Preiswucher hat die russische Regierung die maximalen Hotelkosten für jede Sternekategorie festgeschrieben. Demnach darf eine Luxussuite in einem Fünf-Sterne-Hotel höchstens 13 896 Rubel (339 Euro) kosten. Der Höchstpreis für ein Einzelzimmer in einem Drei-Sterne-Hotel liegt der Regierungstabelle zufolge bei 100 Euro (4039 Rubel). Für eine Unterkunft mit nur einem Stern dürfen Gastgeber demnach höchstens 70 Euro (2936 Rubel) berechnen. Neben den Hotels gibt es viele Privatleute, die Zimmer vermieten. Da diese nicht den offiziellen Preisgrenzen unterliegen, fürchten Experten, dass diese extrem hohe Preise verlangen.

Zur Startseite Mehr aus Reise

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen