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Judo: Gleich sechs Starter bei den Deutschen Meisterschaften

Von Drei Titel gab es, und alle sechs Teilnehmer konnten sich für die DM qualifizieren. Für die Offenbacher Judoka verlief die regionale Meisterschaft sehr erfolgreich.
Markus Seifert (rechts) im Clinch mit seinem Gegner. Der Offenbacher qualifizierte mit dem Gewinn des Südwest-Titels ebenso wie noch fünf Teamkollegen für die Deutsche Meisterschaft. Foto: Peter Hartenfelser (Peter Hartenfelser) Markus Seifert (rechts) im Clinch mit seinem Gegner. Der Offenbacher qualifizierte mit dem Gewinn des Südwest-Titels ebenso wie noch fünf Teamkollegen für die Deutsche Meisterschaft.
Offenbach. 

Eigentlich hätte Brian-Miles Smith in der untersten Judo-Gewichtsklasse starten sollen. Doch die Galionsfigur des Bundesliga-Aufsteigers SC Samurai Offenbach war nicht im Vollbesitz seiner Kräfte; sich noch ein paar Kilo abzutrainieren wollte ihm Cheftrainer Francesco Liotta aber nicht zumuten. So kam es bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Elz im Finale der 66-Kilo-Klasse zu einem vereinsinternen Kampf, den nicht Smith, sondern Fabian Kühn knapp für sich entschied.

Kühn war freilich nicht der einzige „Samurai“, der ganz oben auf dem Treppchen stand. Auch Felix Herbst (bis 100 Kilo) und Markus Seifert (90 Kilo) holten sich den Titel. „Markus war eine Klasse für sich“, ist Liotta gespannt, wie sich Seifert bei den Deutschen Meisterschaften am 20./21. Januar in Stuttgart bewährt. Mit dem dritten Rang musste sich indes Leon Ehmig begnügen, dem im Halbfinale der 73-Kilo-Klasse eine Disqualifikation einen Strich durch die (Titel-)Rechnung machte. Auch Nicholas Gerber (81 Kilo) erreichte diese Platzierung. Dies langte, um wie Kühn, Smith, Herbst, Ehmig und Seifert bei den „Deutschen“ dabei zu sein.

Neuzugänge gesucht

Eine Woche davor absolviert der Bundesliga-Neuling im österreichischen Mittersill ein Trainingscamp. „Früher“, sagt Liotta, „sind wir mit drei Athleten zu so einer Veranstaltung gefahren. Jetzt werden es zehn bis zwölf sein.“ Bis zum Ligastart im April sollen noch weitere stattfinden. „Diese Camps sind knallhart, aber danach ist man besser“, liegt ihm viel daran, dass sein Team gewappnet in die Premieren-Saison im Judo-Oberhaus geht. Mindestens drei Neuzugänge will der 45-Jährige noch präsentieren, möglichst je einen in der 60-, 66- und 90-Kilo-Klasse. Dann wären alle sieben Klassen doppelt oder dreifach besetzt. „Leider haben wir noch keinen. Die richtig Guten verlangen auch richtig viel Geld“, betont Liotta. Aufgrund der Aufstockung der Bundesliga von zwölf auf 18 Clubs (je neun in der Nord- und Süd-Staffel) ist der „Markt“ ohnehin erhitzt.

Zwei Teams pro Gruppe steigen ab. Liotta schwebt vor, sein Aufgebot so zu verstärken, dass es bei einem Abstieg umgehend zurückkommen kann. Bis Ende Februar hat Samurai noch Zeit, den Personalbestand aufzufrischen. Das kostet ein paar Euros zusätzlich. Einen neuen Sponsor habe man zwar gefunden, ein anderer weite sein Engagement aus, führt Liotta aus. Doch das reiche noch nicht. „Wir sind weiter auf Sponsorensuche.“

Umzug in die Sportfabrik

Künftig wird der SC Samurai nicht mehr in der Sporthalle der Edith-Stein-Schule im Stadtteil Rosenhöhe, sondern in der ESO-Sportfabrik antreten – dort, wo die TSG Bürgel Handball spielt. „Das steht zu 99 Prozent fest, es fehlt nur noch die offizielle Bestätigung seitens der Stadt Offenbach“, sagt Liotta.

In der neuen Kampfstätte werden die Kosten spürbar höher sein als bisher. Auch deshalb wird der Verein künftig Eintritt verlangen. Das ist legitim, den Zuschauern wird entsprechend auch etwas geboten, was es in Offenbach sonst nicht gibt: Sport in der Ersten Liga.

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