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Tennis: Den Aufstieg klar gemacht

Von Der FTC Palmengarten hat es geschafft: Mit einem souveränen 5:1 beim badischen Mannschaftsmeister Blau-Weiß Villingen stiegen die Frankfurter in die Regionalliga auf.
Martin Fafl machte mit seinem hart erkämpften Sieg zum Stand von 5:1 nach den Einzeln die Regionalliga-Träume des FTC Palmengarten perfekt. Foto: Christian Klein Martin Fafl machte mit seinem hart erkämpften Sieg zum Stand von 5:1 nach den Einzeln die Regionalliga-Träume des FTC Palmengarten perfekt.
Schwenningen. 

Der Jubel nach dem hart erkämpften Sieg von Martin Fafl war groß. Der Tscheche gewann im Match-Tiebreak 10:8 und holte damit den fünften Einzelsieg, der die Austragung der noch ausstehenden drei Doppel überflüssig und den Aufstieg in die Regionalliga Südwest perfekt machte. Während etwas mehr als zwei Dutzend angereiste Frankfurter Fans noch applaudierten, zog FTC-Geschäftsführer Jürgen Hackauff eine erste Bilanz: „Das war ein Sieg des Teamgeistes und eine Bestätigung unserer guten Jugendarbeit.“ Mit Oliver Tobisch, Jannis Köke, Calvin Müller, Niklas Zielen sowie den Brüdern Magnus und Philipp Müller kamen junge Akteure zum Einsatz, die schon im Jugendalter für den FTC Palmengarten Tennis spielten. „Wir stehen erneut vor dem Gewinn der Junioren-Hessenliga, es wäre der fünfte Sieg in Folge. Und wer im selben Jahr sowohl bei den Herren als auch bei den Junioren triumphiert, hat vieles richtig gemacht.“

Natürlich können es die Talente nicht im Alleingang reißen. „Die Mischung hat gepasst. Wir haben die Profis gut gewählt, sie spielen nicht nur gut Tennis, sondern passten auch im Charakter zu unseren Talenten. Sie waren nicht nur bei den Spielen anwesend, sondern meistens die gesamte Woche über auf der Anlage, haben am Training unter Philipp Marx teil genommen und waren sich nicht zu schade, auch mit einfachen Mitgliedern zu spielen“, fügt Jürgen Hackauff hinzu. „Es hat sich gezeigt, dass wir die Mannschaft richtig aufgestellt hatten. Alle haben während der gesamten Saison eine kompakte Leistung gezeigt. Und dass die Jungs im entscheidenden Match den Ausfall ihrer Nummer eins so hervorragend kompensieren konnten, sagt alles aus“, unterstreicht Frankfurts Sportwart Stefan Zielen.

In Villingen-Schwenningen fehlte dem FTC Hugo Dellien. Der Bolivianer mit deutschem Pass war beim ATP Challenger im polnischen Sopot im Doppel noch im Wettbewerb und konnte deshalb nicht kommen. Dadurch mussten alle Palmengarten-Spieler eine Position aufrücken.

Es lief dennoch hervorragend. Den ersten Punkt verbuchte Franco Agamenone. Der Argentinier fand schon in den letzten drei Hessenliga-Auftritten zu seiner gewohnten Form zurück. Am Samstag hatte man nie das Gefühl, er könnte verlieren. Er spielte variabel und suchte ständig den Weg ans Netz.

Dann verlor Jannis Köke, der es mit dem in der Badenliga ungeschlagenen Spielertrainer Andy Drzyzga zu tun bekam. Der Routinier erkannte bald, dass er gegen den sehr sicheren Frankfurter ein hohes Risiko gehen musste. „Ich hatte mit seinem Spiel Probleme, war manchmal zu spät am Ball“, meinte Köke, der sich dennoch in den Match-Tiebreak rettete, da aber einen Tick zu vorsichtig agierte.

Es sollte aber der einzige Punkt sein, den die Gastgeber verbuchten. Niklas Zielen schlug im ersten Satz hervorragend auf, bestimmte das Spiel eindeutig. Im zweiten Satz wehrte der immer bessere werdende Gegner beim Stand von 5:6 zwei Matchbälle ab. Im Match-Tiebreak wirkte Niklas kühler, sein Sieg war knapp, aber verdient.

Probleme nach dem Regen

Unspektakulär, kontrolliert und souverän fertigte Hessenmeister Benjamin Hassan im Spitzenspiel den Rene Schulte ab. Oliver Tobisch und Martin Fafl gewannen den ersten Satz ebenfalls sicher. Dann zog ein Gewitter auf und das Aufstiegsduell musste für 80 Minuten unterbrochen werden. Während Tobisch auch nach der Wiederaufnahme der deutlich bessere Spieler war, vermochte Fafl nicht mehr so stark wie im ersten Satz aufzuschlagen. Er kam mit dem nunmehr durch den Regen aufgeweichten Platz nicht so gut zurecht. Beide Widersacher spielten in ihrer Anlage ähnlich, Fafl hatte Probleme mit seinem Aufschlag, verzog nun auch des Öfteren die einhändig geschlagene Cross-Rückhand. Im zweiten Satz führte der Tscheche 5:4, verlor aber 5:7 und musste in den spannenden Match-Tiebreak. Am Ende entschied die größere Routine von Fafl, dessen Gegner den Ball zum 8:10 selbst ins Netz schlug. Der Aufstieg war perfekt.

Blau-Weiß Villingen – FTC Palmengarten 1:5. – Rene Schulte – Benjamin Hassan 4:6, 3:6, Dominik Suc/Tschechien – Franco Agamenone/Argentinien 3:6, 1:6, Gregorio Cordonnier/Spanien – Oliver Tobisch 2:6, 1:6, Andy Drzyzga – Jannis Köke 6:2, 4:6, 10:8, Fabian Heinrich – Martin Fafl/Tschechien 3:6, 7:5, 8:10, Dominik Adelhardt – Niklas Zielen 2:6, 7:6, 6:10. – Die Doppel wurden nicht mehr gespielt.

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