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Fußball: Ein prägender Pionier wird 70

Von Jürgen Strödter, prägende Figur des Frauenfußballs und Meistermacher beim FSV Frankfurt, feiert heute seinen 70. Geburtstag.
Fast genau 21 Jahre her: Jürgen Strödter als FSV-Trainer mit „seinem“ Neuzugang Steffi Jones, die als Nationalspielerin vom Lokalrivalen SG Praunheim an den Bornheimer Hang zurückkehrte. Archivfoto: Klein Fast genau 21 Jahre her: Jürgen Strödter als FSV-Trainer mit „seinem“ Neuzugang Steffi Jones, die als Nationalspielerin vom Lokalrivalen SG Praunheim an den Bornheimer Hang zurückkehrte. Archivfoto: Klein
Frankfurt. 

Jürgen Strödter leistete im Frauenfußball als Trainer und Manager Pionierarbeit. Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts startete er als Trainer bei der SG Praunheim, zu Beginn der 80er übernahm er die Spvgg. Oberrad, wo er neben dem Training der Frauen auch noch die männlichen Keeper und die Zweite Männer-Mannschaft unter seinen Fittichen hatte. Danach folgten im Frauenbereich die Stationen SKG Frankfurt, TuRa Niederhöchstadt, VfR Limburg und TSG 51 Frankfurt, zwischendurch trainierte er eine männliche Jugend-Mannschaft bei Rot-Weiss Frankfurt, seinem Stammverein (siehe auch weiteren Text auf dieser Seite).

Bundesweit bekannt wurde er dann in den 90ern als Trainer der Frauen des FSV Frankfurt, die er 1993 von Monika Koch-Emsermann übernahm. Unter seiner Führung wurde die Elf vom Bornheimer Hang das erfolgreichste Frauenfußball-Team in Deutschland. Von September 1993 bis zum letzten Spieltag 1996 stellte der FSV in der Südgruppe der Bundesliga mit einer Serie von 37 Siegen in Folge einen Rekord für die Ewigkeit auf.

Die Rettung der „Roten“ soll einen ganz ...

Jürgen Strödter hat inzwischen eine seiner wohl kniffligsten Aufgaben übernommen – als Aufsichtsratsvorsitzender kümmert er sich um die Sanierung von Rot-Weiss Frankfurt.

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Höhepunkt war die Saison 1994/95: Die Bundesliga Süd beendete die Mannschaft mit 36:0 Punkten und 92:4 Toren. Im Winter war schon der DFB-Hallen-Cup geholt worden. Im Meisterschafts-Halbfinale wurde der FC Rumeln aus Duisburg mit 2:2 und 5:1 ausgeschaltet, dann mit einem 2:0 bei Grün-Weiß Brauweiler die zweite Meisterschaft nach 1986 gewonnen. Einige Wochen zuvor hatte der FSV in Berlin schon im DFB-Pokalfinale triumphiert. Den Supercup verleibte sich Strödters Mannschaft dann auch noch ein.

Nicht wenige meinen, die damalige Elf um Spielführerin Gaby König-Vialkowitsch mit den jungen torgefährlichen und späteren Weltmeisterinnen Birgit Prinz und Sandra Smisek sei eine der besten Frauenmannschaften überhaupt gewesen. Torfrau Katja Kraus, später Vorstandsmitglied beim Bundesligisten Hamburger SV, blieb 1314 Spielminuten ohne Gegentor. Strödter ließ nicht nur erfolgreich spielen, sondern auch attraktiv. Sein Motto: „Offensive pur“.

Letzter Titel 1998

Auch in den beiden Jahren danach holte Jürgen Strödter mit dem FSV souverän die Meisterschaft in der Südgruppe. Auf Bundesebene wiederholte der FSV 1996 den Erfolg im DFB-Pokal und im Supercup, 1998 wurde noch einmal die Deutsche Meisterschaft geholt. Danach zerfiel die Mannschaft. Beim FSV Frankfurt wurden mit der Zeit andere Schwerpunkte gesetzt.

Strödter räumte den Trainerstuhl, den die unter seiner Leitung als Libero spielende Nationalspielerin Anouschka Bernhard sofort nach Beendigung ihrer aktiven Laufbahn besetzte, blieb aber noch bis 2000 als FSV-Manager der Frauen-Bundesliga erhalten.

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