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Hessenliga: Rot-Weiss Frankfurt braucht in Lehnerz ein Fußballwunder

Als die Frankfurter am 20. Mai des vergangenen Jahres zum bisher letzten Mal in Lehnerz spielten, kostete sie das 2:3 den zweiten Platz und damit das Aufstiegsrecht. Heute weiß man: Sie hätten in der Regionalliga sowieso nicht spielen können.
Gefahr für das Baunataler Gehäuse: Dreieichs Tino Lagator (in rot) hat geköpft, KSV-Kapitän Daniel Borgardt und Torwart Pascal Bielert versuchen zu retten. Mit Erfolg: Ein Tor fiel nach dieser Szene nicht. Foto: Hartenfelser (Hartenfelser) Gefahr für das Baunataler Gehäuse: Dreieichs Tino Lagator (in rot) hat geköpft, KSV-Kapitän Daniel Borgardt und Torwart Pascal Bielert versuchen zu retten. Mit Erfolg: Ein Tor fiel nach dieser Szene nicht.
Frankfurt. 

Die Fußball-Hessenliga biegt auf die Zielgeraden ein und während Hessen Dreieich auf die Titelverteidigung zusteuert, sieht es für den Vorjahresdritten Rot-Weiss Frankfurt eher nach Abstieg aus. Fast die gesamte Mannschaft, Trainer und Co-Trainer sowie Teile des Vorstandes haben den Verein vom Brentanobad verlassen, der am heutigen Samstag (Anstoß 15 Uhr) als Tabellenvorletzter zum zweitplatzierten TSV Lehnerz reist. Am Sonntag empfängt dann die Spvgg. Neu-Isenburg mit Viktoria Griesheim einen weiteren Abstiegskandidaten und könnte sich bei einem Sieg wohl schon auf eine weiter Saison in der höchsten hessischen Spielklasse einstellen.

Nach vier Niederlagen in Serie fußt alle Hoffnung bei Rot-Weiss Frankfurt auf dem möglichen Rückzug von Borussia Fulda (wir berichteten) und natürlich auf einen günstigen Verlauf des Abstiegskampfes in der Regionalliga. Sollte es in der Hessenliga drei oder mehr Absteiger geben, bräuchten die „Roten“ in ihrer derzeitigen Verfassung schon ein mittleres Fußballwunder.

Und danach sah es zuletzt nun wirklich nicht aus, wenn Rot-Weiss den Platz betrat. In Ginsheim (0:6) und Watzenborn (0:7) ging das Team von Trainer Hicham Tahrioui völlig unter, die Heimspiele gegen Vellmar (2:3) und Fulda (1:4) waren kaum besser. Tahrioui, der schon gegen Fulda zunächst auf die Dienste von Flügelspieler Mirkan Kara verzichtet hatte, will im Fuldaer Ortsteil noch mehr als zuvor auf Leute setzen, die bereit sind, noch einmal alles zu geben und sich in den Dienst der Mannschaft zu stellen. Kara, dessen Wechsel zum Ligarivalen Watzenborn-Steinberg unter der Woche bekannt wurde, gehörte zuletzt auch aus Sicht einiger Mitspieler nicht immer zu diesem Kreis. Und Henok Teklab, der am anderen Flügel auch eher in der Offensive seine Stärken hat, brummt nach seiner Gelb-Roten Karte aus dem Fulda-Spiel eine Sperre ab.

„Es sind genügend Spieler da und ich setzte jetzt lieber auf die, die sich noch mit der Sache identifizieren und in den letzten Wochen Gas gegeben haben“, stellt Tahrioui klar, der sich um all die möglichen Konstellationen in Sachen Abstieg genauso wenig scheren möchte, wie er seine schon beschlossene Ablösung durch Ex-Profi Slobodan Komljenovic (wir berichteten) kommentieren will: „Die Jungs sind Fußballer genug um zu wissen, dass auch Lehnerz das Spiel erst einmal spielen muss und wir nicht schon vorher verloren haben. Ich kämpfe jedenfalls bis zum Schluss.“ Mithelfen könnten nun auch Spieler aus der eigenen A-Jugend, die zuletzt nicht zur Verfügung gestellt worden waren.

Noch ein „Endspiel“

Der Spvgg. Neu-Isenburg steht laut Trainer Peter Hoffmann gegen Viktoria Griesheim ein weiteres „Endspiel“ bevor. Gegen Schlusslicht Steinbach tat sich sein Team beim letzten Auftritt gegen eine direkten Konkurrenten sehr schwer, gewann aber 2:1 und machte einen weiteren Schritt in Richtung Klassenerhalt. Anschließend verzichtete der Coach beim 0:3 in Baunatal auf die angeschlagenen Johannes Günther, Patrick Hartman und Kapitän Marco Betz, um sie für die Partie gegen Griesheim zu schonen. „Klar, wir wollten nicht das Risiko eingehen, dass einer längerfristig ausfällt, also muss man sehen, dass die Jungs ihre Pausen bekommen“, sagte Hoffman dazu. Und bisher lag er mit seinen Strategien ja ganz gut, genau wie seine Spieler „einen guten Job gemacht“ hätten, wie der 52-Jährige findet.

(rst)

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