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Leichtathletik: Der Hulapalu-Höhenflug

Von Stabhochspringer Gordon Porsch aus Neu-Anspach wird immer besser – und hat seit den „Süddeutschen“ in der Bestenliste nur noch einen Weltmeister vor sich.
Sein Kinesio-Tape auf der Haut leuchtet schon in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Gordon Porsch zählt nun auch zu den besten deutschen Stabhochspringern. Sein Kinesio-Tape auf der Haut leuchtet schon in den Farben Schwarz, Rot und Gold. Gordon Porsch zählt nun auch zu den besten deutschen Stabhochspringern.
Hochtaunus. 

Eigentlich dienen Ohrwürmer eher dazu, die Stimmung auf einer Tanzfläche anzuheizen. In der Leichtathletik greifen Veranstalter mittlerweile aber gerne in die Trickkiste, um für mehr Atmosphäre zu sorgen und drehen die Musik auf. Ob es nun der Hit „Hulapalu“ von Andreas Gabalier war, der Gordon Porsch den letzten Kick gab? Jedenfalls katapultierte sich der Stabhochspringer aus Neu-Anspach bei den süddeutschen Hallen-Meisterschaften im Sindelfinger Glaspalast, während Gabalier sang, ins nächste Level – das da heißt: deutsche Spitzenklasse.

Dietmar Porsch, Vater und Trainer des 23-jährigen Athleten der LG Ovag Friedberg-Fauerbach, hatte es am Mittwoch in Kalbach bei den deutschen Hochschulmeisterschaften angedeutet, was da schon bald kommen könnte. „Am Wochenende bei den Süddeutschen kracht es. Gordon ist gut drauf. Der lange Anlauf mit den neuen Stäben klappt immer besser“, gab sich Porsch senior sehr optimistisch – und er sollte Recht behalten. Der Auftritt seines Sohnes war einer der Höhepunkte der Titelkämpfe.

Die Deutschen im Stabhochsprung

Als der große Sergej Bubka sich im Herbst seiner Karriere befand und in Athen nochmals Weltmeister wurde, schwangen sich die Stabhochspringer mit dem Bundesadler zu neuen Höhen auf.

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Mit 5,61 Metern gewann der Stabhochspringer aus dem Usinger Land nicht nur die Konkurrenz, sondern schießt in der deutschen Jahresbestenliste auf Platz zwei vor. Spitzenreiter ist kein Geringerer als Raphael Holzdeppe vom LAZ Zweibrücken (5,88 Meter), der 2013 schon Weltmeister war (siehe auch kleiner Text).

Mit seiner bisherigen Bestmarke von 5,40 Metern in der Halle gehörte Gordon Porsch bereits zu den Top 10 in Deutschland. In Sindelfingen steigerte sich der Lehramtsstudent gewaltig. Nach der Einstiegshöhe von 5,20 Metern klappte es über die 5,40 erst im dritten und letzten Versuch. Seine erste neue Bestmarke des tages (von 5,51) erzielte er dagegen gleich beim ersten Sprung. Sein Hulapalu-Höhenflug über 5,61 Meter klappte dann wieder im dritten Durchgang.

Damit gehört der Taunus-Athlet zu den Medaillenanwärtern bei den deutschen Hallen-Meisterschaften in Dortmund. „Ich bin endlich verletzungsfrei durch die Vorbereitung gekommen“, freute sich Porsch. Er tritt noch auf die Euphoriebremse, da der Wettkampf ja erst am Wochenende folgt, auf den er seit Monaten hintrainiert.

Silber für Max Lehl

Eine weitere Stabhochsprung-Medaille, nämlich in der jüngeren B-Jugend, gab es bei den „Süddeutschen“ für Max Lehl. Der Athlet von der TSG Wehrheim stellte mit 4,20 Metern seine Bestmarke aus dem Vorjahr ein und wurde Vizemeister. Gleich um zehn Zentimeter steigern konnte sich sein Teamkollege Jeremy McQueen: 4,10 Meter, Platz vier. Bärenstark lief McQueen über 80 Meter Hürden – 8,38 Sekunden, Bestzeit, Rang sieben.

Staffel-Bronze erkämpften sich die Wehrheimer Jungs (Jeremy McQueen, Max Lehl, Oliver Koletzko, Lars Grösch) in 1:37,60 Minuten über 4 x 200 Meter. In toller Form präsentierte sich im Hochsprung Lukas Rindt (TSG Friedrichsdorf), der als Fünfter mit der Bestmarke von 1,81 Metern über die Latte flog.

Eine gelungene Generalprobe für die Hallen-DM hatte Gianina Gartmann (USC Mainz) aus Glashütten. Mit Bronze über 60 Meter Hürden (8,54) und Rang sieben im 60-Meter-Finale der Frauen (7,67) ging es für die Studentin zurück in den Taunus. Richtig Gas gab auch der einzige Starter der HTG Bad Homburg. Axel Vajic stürmte bei der B-Jugend in den 60-Meter-Endlauf und blieb dort als Sechster (7,28) nur um 0,01 Sekunden über seinem Hausrekord. Auch sehr gut die neue Bestmarke von 23,30 Sekunden (Platz vier) über 200 Meter.

Emilia Zimny war auf Position drei laufend in der Staffel der LG Eintracht dabei, die über 4 x 200 Meter (1:46,22) Zweite wurde. Ebenfalls aus Neu-Anspach kommt Karolin Leiacker (LG Ovag Friedberg-Fauerbach), die im Stabhochsprung mit 3,30 Meter (4.) hinter ihrer Bestmarke von 3,50 Metern zurückblieb. Die gleiche Platzierung erreichte Bad Homburgerin Anabel Peine (LG Eintracht Frankfurt). Die Kurstädterin bestätigte mit 1,73 Metern ihre Jahresbestmarke.

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