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Olympia: Ganz nah dran an den Stars

Eiskunstläufer Christian Hass (16) aus Bad Homburg erlebt die Olympischen Spiele live in Südkorea – und berichtet für diese Zeitung von den Wettkampfstätten und einem interkulturellem Jugendaustauschprogramm.
Gruppenfoto im Deutschen Haus mit dem Bundespräsidenten: Christian Hass steht in der Mitte der hinteren Reihe. Bilder > Gruppenfoto im Deutschen Haus mit dem Bundespräsidenten: Christian Hass steht in der Mitte der hinteren Reihe.
Pyeongchang. 

Als sich Felix Loch mit seinem Rennrodel zum vierten und entscheidenden Lauf in den Eiskanal von Pyeongchang stürzte, hat Christian Hass als Zuschauer an der Strecke die Daumen gedrückt – und bereits am Start leise Zweifel gehegt, ob das Vorhaben Olympiagold aufgehen würde: „Der Gesichtsausdruck von Felix hat gezeigt, unter welchem Megadruck er gestanden hat“, berichtet der Bad Homburger am Abend per Skype. Das Ergebnis ist bekannt: Statt Gold blieb dem Titelverteidiger nach einem gravierenden Fahrfehler nur Platz fünf, Teamkollege Johannes Ludwig durfte über die Bronzemedaille jubeln.

„Das Gefühl live mit dabei zu sein, wenn die deutschen Athleten um die Medaillen kämpfen, ist einfach unglaublich“, berichtet der 16-jährige Bad Homburger. Gemeinsam mit einer 40-köpfigen Jugenddelegation des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und der Deutschen Sportjugend (DSJ) verbringt der Nachwuchseiskunstläufer zwei Wochen im Zeichen der Olympischen Ringe in Südkorea.

Begonnen hatte das „Abenteuer Olympia“ für Christian Hass am 7. Februar. Vom Frankfurter Flughafen aus ging es zunächst in sechs Stunden nach Doha/Katar und dann noch einmal in einem neunstündigen Flug weiter nach Seoul. 30 Stunden dauerte die Anreise insgesamt. In Südkoreas Hauptstadt wohnt die Gruppe in einem zentral gelegenen Hotel. Die Eröffnungsfeier erlebten die Jugendlichen dort gemeinsam vor dem Fernseher.

Applaus im Hotel

„Als das Olympische Feuer entzündet wurde, war ich ziemlich aufgeregt, denn da ging es ja so richtig los“, erzählte Christian an jenem Abend. Als das deutsche Team als neuntes der 92 teilnehmenden Nationen einlief, sei er sehr stolz gewesen, „und alle hier haben applaudiert.“ Zu den Sportstätten nach Pyeongchang oder nach Gangneung reist die Gruppe per Schnellzug. Bei fünf Wettbewerben darf der Bad Homburger direkt an der Bande die Daumen für die deutschen Top-Sportler drücken: Neben Rodeln und Eisschnelllauf (zu sehen gab es das 3000-Meter-Rennen der Frauen mit einem Dreifacherfolg für die Niederländerinnen und Claudia Pechstein auf Platz neun) stehen noch die Sprintentscheidungen der Langläufer, der Half-Pipe-Wettbewerb der Snowboarder und – als persönliches Highlight – der Eiskunstlaufwettbewerb der Herren am Samstag auf dem Programm.

Fragen an Steinmeier

Zu den Höhepunkten der Reise zählt ein Treffen der Jugenddelegation mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Deutschen Haus in Pyeongchang, in dem sich auch alle deutschen Medaillengewinner einfinden. Im lockeren Gespräch konnten die Jugendlichen Fragen stellen und erhielten einen Einblick in die Auf-gaben, die ein Staatsoberhaupt rund um ein sportliches Großereignis wie die Olympischen Spiele bewältigt.

In die Rubrik „Interkultureller Austausch“ fällt ein vom Goethe-Institut organisiertes Treffen der deutschen Jugendlichen mit gleichaltrigen Schülern aus Seoul: In gemeinsamen Workshops ging es um koreanische Schriftzeichen, landestypische Kleidung und natürlich das Thema Schule. „Die sitzen hier jeden Tag von 8 bis 17 Uhr in der Schule. Wenn sie lernen müssen, auch länger“, staunt Gymnasiast Christian. „Im Vergleich dazu ist das bei uns in Deutschland ja richtig Luxus.“

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