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Fußball, Gruppenliga: Torjäger Daniel Wolf: "Schnicken war nie mein Ding!"

Die Taunus Zeitung kürt ihre Torjäger – und stellt die treffsichersten Fußballer im Hochtaunus in loser Reihenfolge vor. Wir beginnen mit einem Stoßstürmer aus dem Tannenwald.
Artistisch in der Ballannahme: Daniel Wolf erzielte in der Saison 2017/18 für Oberstedten 21 Tore. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Artistisch in der Ballannahme: Daniel Wolf erzielte in der Saison 2017/18 für Oberstedten 21 Tore.
Oberstedten. 

Wer Tore am Fließband schießt wie Daniel Wolf vom FC Oberstedten, der kann mit dem Zählen schon mal durcheinander kommen. Die Taunus Zeitung hat 21 Treffer für den Torjäger der vergangenen Gruppenliga Saison erfasst, Wolf selbst ging sogar von 22 Toren aus. „Umso besser“, erklärte der Stürmer jüngst bei der Übergabe der Torjäger-Kanone mit einem Grinsen, „dann ist der Druck in dieser Saison nicht so groß.“ Sein erklärtes Ziel ist es nämlich, in der laufenden Spielzeit noch einen draufzusetzen. In den ersten fünf Partien der Runde hat der bullige Stoßstürmer bereits wieder viermal geknipst. Heute um 19.30 Uhr tritt er mit dem FCO bei Neuling Spvgg. Fechenheim an.

Schon im Alter von vier Jahren ging der Frankfurter Bub für seinen Heimatverein SV Zeilsheim auf die Torjagd. Danach spielte er in den Jugendmannschaften von Eintracht Frankfurt und FSV Frankfurt. Welchen der beiden Vereine er heute präferiert, verrät der 22-Jährige unter anderem in unserer Rubrik „Entweder oder“.

Herr Wolf, wenn Sie zum Abschluss kommen – lieber brachial mit dem Vollspann oder filigran mit der Innenseite?

TZ-Reporter Robin Kunze (rechts) überreicht Daniel Wolf die Torjäger-Kanone dieser Zeitung. Bild-Zoom Foto: JOACHIM STORCH (Joachim Storch)
TZ-Reporter Robin Kunze (rechts) überreicht Daniel Wolf die Torjäger-Kanone dieser Zeitung.

DANIEL WOLF: Unterschiedlich. Das hängt auch davon ab, wo ich positioniert bin und wo der Torwart steht. Generell war das Schnicken aber nie mein Ding, ich hau’ den Ball lieber mit Wucht links oder rechts ins Eck.

Lieber als einzige Spitze oder mit einem Sturmpartner gemeinsam auf dem Feld?

WOLF: In den vergangenen zwei Jahren haben wir im 4-2-3-1 mit einer Spitze gespielt. Das ist hier fast schon eine Kultformation. Aber so, wie sich Liga und Mannschaft entwickelt haben, wäre es mit einem Sturmpartner mittlerweile besser. In Ünal Özdemir haben wir jetzt auch einen Neuen, mit dem ich mich bereits sehr gut verstehe.

Nach einem Ballverlust vorne lauern oder nach hinten mitarbeiten?

WOLF: (schmunzelt) Ich bin ja eigentlich schon bekannt dafür, dass ich nur die Vorwärtsbewegung kenne. Ich habe aber auch hinter mir Mitspieler, auf die ich mich absolut verlassen kann. Vorne gehe ich schon auf den Gegner drauf, aber das Arbeiten nach hinten war nie meins. Wird es in diesem Leben wohl auch nicht mehr.

Robert Lewandowski – Torjäger von Weltformat oder doch überbewertet?

WOLF: Der ist schon noch eine Klasse für sich. Dass er in seinem Alter (30 Jahre, d. Red.) nach wie vor für zwei Tore pro Spiel gut ist, sagt doch schon alles. Von dem WM-Auftritt mit Polen brauchen wir nicht zu sprechen. Die gesamte Weltmeisterschaft war für mich vom Niveau her eine einzige Enttäuschung.

Drücken sie als Frankfurter eher der SGE oder dem FSV die Daumen?

WOLF: Ich muss sagen, dass ich von meiner Zeit beim FSV Frankfurt noch sehr enttäuscht bin und mich mit diesem Verein nicht identifizieren mag. Ich hatte dort zwar schöne Jahre, aber unter Clemens Krüger wurde mir erst die große Zweitligakarriere versprochen und dann wurde ich fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Ich hätte damals ins Fußballinternat von Hoffenheim, 1860 München oder Freiburg wechseln können, wollte aber meiner Stadt treu bleiben. Wenn ich mir heute in Frankfurt ein Spiel anschaue, dann also von der Eintracht. Die hat nicht das große Geld, spielt aber dafür mit Herz und Leidenschaft.

Bis zum Karriereende beim FC Oberstedten kicken oder irgendwann die neue Herausforderung bei einem anderen Club suchen?

WOLF: Ich bin hier aktuell sehr zufrieden und habe für die nähere Zukunft keine Veränderung geplant. Jetzt will ich erstmal sehen, ob wir wieder den Klassenerhalt packen und wo die Reise dann hingeht. Prinzipiell könnte ich mir aber irgendwann schon noch mal einen Wechsel vorstellen.

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