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Marathon: Wenn der Sport neue Perspektiven eröffnet

Bei der Sportlerehrung der Stadt Oberursel wird ein Athlet ausgezeichnet, der große Strapazen hinter sich hat. Nach seiner Flucht fasste Sultan Abdu als Langstreckenläufer Fuß.
Langstreckenläufer Sultan Abdu Foto: Gerhard Strohmann Langstreckenläufer Sultan Abdu
Oberursel. 

Sultan Abdu ist ein prima Beispiel dafür, wie der Sport bei der Integration von Flüchtlingen als Katalysator wirken und neue Perspektiven eröffnen kann. Seit Herbst 2016 besucht der gebürtige Äthiopier die Feldbergschule in Oberursel und könnte sich nach einem entsprechenden Abschluss eine berufliche Zukunft als Kfz-Mechatroniker vorstellen. Laufen ist neben dem Fußballspielen das liebste Hobby des Afrikaners. Sein Naturtalent für den Ausdauersport konnte Sulta Abu, der im April seinen 20. Geburtstag feiert, beim „Frankfurt Marathon“ unter Beweis stellen. In 3:14:21 Stunden belegte er einen ausgezeichneten dritten Platz in seiner Altersklasse U 20. Diese Klasseleistung über die klassische Distanz von 42,195 Kilometer ist bei der Sportlerehrung der Stadt Oberursel in der Burgwiesenhalle in Bommersheim mit einer Urkunde und einem Geschenk der Stadt gewürdigt worden.

Das Laufen im Verein, mit dem der schlaksige Mann unter den Fittichen von Jürgen Friedrich bei der Frankfurter Eintracht begonnen hat, betreibt Abdu sehr gewissenhaft. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt er viermal in der Woche zum Riederwald, wo er inzwischen der Laufgruppe von Ralf Schröder (Trainingsbereich Mittelstrecke) angehört. Darüber hinaus trainiert er nach einem individuell auf ihn abgestimmten Plan auch in Oberursel und Umgebung, so dass er stets auf sechs bis sieben Einheiten pro Woche kommt.

Kontakt über Sport-Coach

Die Vereinsbekleidung bekommt der junge Athlet von der LG Eintracht Frankfurt gestellt, bei der er als Mitglied mit Flüchtlings-Status bis auf weiteres beitragsfrei gestellt ist. Über Nachwuchstrainer Christian Ziegler, den ehrenamtlicher Flüchtlingshelfer („Sport-Coach“) aus Oberstedten, ist der Kontakt über den Fußball zu den Leichtathleten am Riederwald zustande gekommen. „Sultan ist sehr motiviert und fleißig an die Sache herangegangen, wobei seine guten deutschen Deutsch-Kenntnisse sehr hilfreich waren“, spricht sein erster Leichtathletik-Coach Jürgen Friedrich voll des Lobes über seinen äthiopischen Schützling.

„Ein Start bei den Olympischen Spielen“ ist nach eigenen Angaben das große sportliche Ziel von Sultan Abdu. Siege beim Altköniglauf in Kronberg, beim Quellen-Halbmarathon in Bad Vilbel, beim 14. Oberstedter Mühlenlauf und beim Neujahrslauf in Dolgesheim könnten die ersten Etappen auf dem langen Weg dorthin gewesen sein.

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