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Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus: „Wir haben jetzt alle Lust auf mehr“

Schnelles und flexibles Umschaltspiel – auch dafür steht Oliver Tuma, Coach der SG Oberhöchstadt. Foto: Heiko Rhode (Heiko Rhode) Schnelles und flexibles Umschaltspiel – auch dafür steht Oliver Tuma, Coach der SG Oberhöchstadt.

Nach dem knappen Klassenerhalt aus der Vorsaison startet die SG Oberhöchstadt mit ihrem neuen Trainer Oliver Tuma (zuletzt Viktoria Preußen Frankfurt) am morgigen Sonntag um 15 Uhr in die aktuelle Runde der Fußball-Kreisoberliga Hochtaunus. Eine Schonzeit gibt es weder für den Coach noch für die Mannschaft: Gleich am ersten Spieltag steht das Derby gegen den EFC Kronberg auf dem Programm. Den Nachbarn konnte man in der zurückliegenden Saison im Schlussspurt um den Ligaverbleib schlagen. Mit einem erneuten Erfolg will die SGO morgen den Grundstein für eine möglichst weniger angespannte Spielzeit legen.

SG Oberhöchstadt kontra EFC Kronberg: Die Fakten zum ...

Im Saisonendspurt hatte die SG Oberhöchstadt den FC Neu-Anspach II mit 4:2 bezwungen und schlug auch den Lokalrivalen EFC Kronberg mit 2:1. Der Klassenerhalt wurde erreicht. Das war im Mai.

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Für Oliver Tuma ist der Gegner allerdings eine große Unbekannte. Und nicht nur der EFC – eher schon alle weiteren Konkurrenten in der KOL des Hochtaunuskreises. Der 36-Jährige lebt zwar mittlerweile mit seiner Familie in Petterweil, in sportlicher Hinsicht war er jedoch bisher ausschließlich in seiner Heimat in Frankfurt tätig. Dort trainierte er zuletzt die A-Jugend und die Zweite Mannschaft von Viktoria Preußen. Vor dem Spiel der Woche sprach unser Mitarbeiter Robin Kunze mit dem neuen SGO-Trainer über seine Aufgaben, die angedachte Spielphilosophie und angestrebte Saisonziele.

Herr Tuma, haben Sie sich bereits an ihrer neuen Wirkungsstätte eingelebt und das Team umfassend kennen lernen können?

OLIVER TUMA: Ich habe die Mannschaft zum Ende der vergangenen Saison ein, zwei Mal beobachtet, aber es war schon komplettes Neuland hier für mich. Man hat mich aber sehr gut aufgenommen. Es herrscht eine wirklich angenehme Arbeitsatmosphäre. Ich komme mit den Jungs sehr gut zurecht und wir haben nach der Vorbereitung jetzt alle Lust auf mehr.

Wo haben Sie in der Vorbereitung die Schwerpunkte gesetzt und wie weit ist das Team zum Saisonstart?

TUMA: In der Art, wie wir künftig spielen wollen, möchten wir einige Dinge im Vergleich zur vergangenen Saison ändern. Da stecken wir noch ein wenig in der Findungsphase. Es braucht Zeit, bis man als Trainer weiß, wie man mit wem arbeiten muss und wo die jeweiligen Spieler in der neuen Philosophie am besten passen.

Bereits bei der Bekanntgabe Ihrer Verpflichtung unterstrich der Vorstand ihre Spielphilosophie als erfrischendes Element. Wie genau sieht diese aus?

TUMA: Das kann man so pauschal gar nicht sagen. Es gilt zunächst herauszufinden, was die Spieler umsetzen können und auch wollen. Ich lasse aber generell gerne gegen den Ball arbeiten. Wir wollen bei Ballverlust gut im Gegenpressing agieren, bei Ballbesitz möglichst strukturiert aufbauen oder auch mal schnell umschalten. Da wollen wir flexibel sein und nicht nach einem festen Schema angreifen. Sonst macht man es den gegnerischen Mannschaften einfach, um zu Lösungen zu kommen. Wichtig ist in jedem Fall aber die direkte Reaktion gegen den Ball.

Das klingt nach einem komplexen Unterfangen. Haben Ihre Spieler diese Grundidee bereits verinnerlicht?

TUMA: Es ist eine Entwicklung, die sich sicherlich auch noch lange bis in die Saison erstrecken wird. Aber schon gegen den TSV Vatanspor Bad Homburg (2:5-Niederlage nach im Kreispokal, Anm. d. Red.) haben unsere Automatismen gut gegriffen. Es war ein guter Test für mich, um zu sehen, wie unsere Abläufe gegen individuell starke Gegner funktionieren. Es wird aber dauern, bis wir diese Leistung stabilisiert haben. Erst dann wird sich zeigen, was wir wirklich leisten können.

Sehen Sie es als Vor- oder Nachteil, dass es gleich am ersten Spieltag gegen den Lokalrivalen EFC Kronberg geht?

TUMA: Definitiv als Vorteil. Es ist gleich ein gewisses Feuer drin, was ich persönlich sehr schön finde. Da legen die Spieler gleich am Anfang der Saison sicher schon den einen oder anderen Prozentpunkt an Leistungsbereitschaft mehr drauf. Nach allem, was ich gehört habe, scheinen die Kronberger sehr gut vorbereitet zu sein. Sie hatten keinen größeren Umbruch und sind deshalb eingespielt.

Noch beschränkt sich Ihr Scouting der Konkurrenz im Hochtaunus auf das Hörensagen. Könnte das kurzfristig ein Problem werden?

TUMA: Wir wollen jeden Gegner vor eine vernünftige Aufgabe stellen. Dafür müssen wir zunächst unseren Weg gehen und deshalb ist es – ohne das despektierlich zu meinen – erst einmal egal, welcher Gegner da kommt. Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir agieren wollen, müssen aber selbstverständlich auch von Spiel zu Spiel schauen, wie sich der Gegner gibt. Dann können wir dementsprechend darauf reagieren. So lernen wir die anderen Mannschaft kennen – und gleichzeitig auch uns selbst.

Geben Sie eigentlich eine offizielle Zielvorgabe für die Spielzeit 2017/18 aus oder geht es Ihnen zunächst darum, sich im neuen Umfeld zu akklimatisieren?

TUMA: Nein, ich bin ein Freund klarer Vorgaben und denke, dass ein einstelliger Tabellenplatz machbar sein sollte. Auf jeden Fall wollen wir uns verbessert präsentieren. Da sind sowohl ich als auch die Spieler ehrgeizig.

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