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Enduro-Spezialist Torsten Conrad: Durch Schlamm, Sand und Geröll

Eine anspruchsvolle Rennsaison liegt hinter Torsten Conrad aus Schadeck.
Wieder mal die Kurve genommen: Torsten Conrad (Schadeck) weiß wie dies funktioniert. Wieder mal die Kurve genommen: Torsten Conrad (Schadeck) weiß wie dies funktioniert.
Runkel-Schadeck. 

Er fährt seit längerer Zeit Enduro-Rennen und startet für den MSC Freier Grund. Seit 2011 nimmt Torsten Conrad bei der Deutschen Enduro-Meisterschaft teil – wenn auch nicht regelmäßig. 2016 erreichte er den elften Rang in der Meisterschaft im Deutscher Enduro-Senioren-Cup.

Dieses Jahr fuhr der 51-Jährige erstmalig, bedingt durch einen Klassenwechsel, den gesamten Deutschen Enduro-Super-Senioren-Cup 2017. Teilnahmeberechtigt für diese Klasse sind Fahrer, die das 50. Lebensjahr vollendet haben. In dieser Saison fuhr er eine Husqvarna TE 300 von Enduro Koch, und vor Ort wurde er vom Team Schaller-Service aus Dahlen unterstützt. Er erreichte mit 119 Punkten von möglichen 175 den vierten Meisterschaftsplatz von 32 Fahrern und wurde als bester Enduro-Fahrer des ADAC Westfalen ausgezeichnet.

Die reinen Enduro-Wettbewerbe sind in der Regel als Eintages- oder Zweitageveranstaltungen organisiert, bei denen circa 300 Fahrer in den verschieden Klassen starten. Bei diesen Rennen starten – im minütlichen Abstand – meist drei Fahrer zur selben Zeit.

Die Strecke, mit einer Rundenlänge von 55 bis 90 Kilometer, wird zweimal oder dreimal befahren und ist durchgängig mit Zeichen, etwa Richtungspfeilen, markiert. Sie führt teils über öffentliche Wege und Straßen, als auch durch Gelände mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Das reicht von knietiefem Sand, Geröll gröbster Sorte, anspruchsvollen Schlammpassagen, holprigem Wurzelwerk oder steilen Auf- und Abfahrten.

Vor dem offiziellen Start ist das Befahren der Wettbewerbsstrecke verboten. Die genaue Beschaffenheit des Geländes lässt sich zunächst nur erahnen, die Überraschungen gibt es dann unterwegs.

Selbst die anspruchsvollen Sonderprüfungen, die auf Bestzeit gefahren werden, können nicht trainiert, sondern vorher nur zu Fuß abgelaufen werden. Die Kunst des Enduro-Fahrens besteht darin, seine gesammelten Kenntnisse in den Prüfungen umzusetzen. Die Fahrzeiten werden den Witterungsbedingungen angepasst. A-Zeit für schönes Wetter, B-Zeit für schlechtes Wetter – die Gesamtfahrzeit hierfür liegt bei den Senioren bei rund fünf Stunden. Entsprechend dieser Zeiten liegt die Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 35 und 50 km/h.

Doch was für die Elite irgendwie Bummelei ist, kann für unerfahrene Nachwuchspiloten schon zu einer Dauerhatz werden. Geschick und Umsicht sind zudem geboten, denn Unpünktlichkeit – das heißt hier zu frühe oder zu späte Ankunft an einer Zeitkontrolle – kann alle Siegeshoffnungen zunichtemachen. Für jede Zeitabweichung gibt es Strafminuten, die auf die Gesamtzeit aller Prüfungszeiten addiert werden.

Die Meisterschaft 2017 wurde an sechs verschieden Standorten ausgetragen. Der Start erfolgte in Uelsen. Weiter ging es in Dahlen, Dachsbach und Kempenich, ehe die Meisterschaft in Woltersdorf bei Berlin endete.

Doch jetzt ist erst mal Winterpause. Jedenfalls auf der Piste. Die Vorbereitungen fürs nächste Jahr indes bereits schon. Denn eines gilt: Der Schadecker Torsten Conrad wird auch 2018 an den Start gehen.

(red)

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