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Rudern: Mit Attacke auf den dritten Rang

Wieder einmal war der Essener Baldeneysee die Destination für die Senioren des LCW.
Sophia Krause (rechts) mit ihrer neuen Partnerin Katrin Volk. Sophia Krause (rechts) mit ihrer neuen Partnerin Katrin Volk.
Essen. 

Sophia und Nils Krause sowie Cara Pakszies vom Limburger Club für Wassersport waren bei der traditionsreichen Hügelregatta in Essen am Start. Sie stellten sich dabei nicht nur der nationalen Konkurrenz, sondern auch internationalen Booten aus 13 Nationen.

Sophia Krause startete mit ihrer neuen Zweierpartnerin, Katrin Volk aus Radolfzell. Das Duo, das erst eine Woche zuvor im Rahmen eines Trainingswochenendes gebildet wurde, harmonierte auf Anhieb. Die Hügelregatta bot dabei die Möglichkeit einer Standortbestimmung. Neben der U23-Konkurrenz galt es nämlich auch, sich gegenüber den A-Booten, also der offenen Altersklasse, zu behaupten. Über einen dritten Platz im Vorlauf erreichten sie samstags das Finale. Nach einer guten ersten Streckenhälfte mussten sie sich am Ende im U23-Bereich nur einem niederländischen Boot geschlagen geben sowie zwei A-Booten des eigenen Verbandes.

Am zweiten Wettkampftag drehte der Wind von Schiebe- auf Gegenwind, somit bekam die physische Leistungsstärke eine wichtigere Rolle. Den Einzug ins Finale schafften die beiden Ruderinnen souverän. Dort hieß es dann: Attacke. Über einen furiosen Zwischenspurt lag das Duo zwischenzeitlich sogar auf Rang zwei zwischen dem ersten und zweiten A-Boot. Am Ende hieß es dann: Platz drei und bestes U23-Boot.

„Der Zweier wurde erst neu zusammengesetzt, und es fehlen noch einige Trainingskilometer. Umso erfreulicher war es für uns festzustellen, dass wir bereits jetzt nicht nur im U23-Bereich vorne mitfahren, sondern auch Anschluss an die A-Boote haben“, resümierte Krause.

Für ihren Bruder Nils Krause stand ebenfalls Zweierfahren auf dem Programm. Nach zwei Trainingswochenenden in Hamburg mit neuem Zweierpartner gab es nun ebenfalls eine Standortbestimmung. Es galt sich über einen Vorlauf für das Finale des jeweiligen Tages zu qualifizieren. Dies gelang ihnen am ersten Wettkampftag auf Anhieb, womit das Minimalziel erreicht war. Denn hier startete nicht nur starke nationale Konkurrenz, sondern auch zahlreiche Auswahlboote anderer Nationen. Im Finale lieferte sich der Zweier einen Bord-an-Bord-Kampf mit zwei anderen U23-Booten, den sie knapp verloren und auf Platz fünf landeten.

Am nächsten Tag hatten sie ein bisschen Pech mit der Laufsetzung. Sie kamen nicht optimal ins Rennen und kämpften bis zum Schluss um den Finaleinzug, den sie aber um einige Zehntel verpassten – in dem anderen Lauf hätten sie mit der erzielten Zeit gewonnen. Damit mussten sie sich mit dem B-Finale zufrieden geben. Hier lieferten sie ein fulminantes Rennen mit Start-Ziel-Sieg.

Eine Ehre kam derweil Cara Pakszies zugute: In der neu eingeführten Bootsklasse des leichten Frauen-Zweier (ohne) ging sie an den Start. An beiden Tagen überzeugte sie mit ihrer Partnerin und fuhr die ersten beiden Siege ein. Überlegen setzten sie sich bereits am Anfang ab und kamen mit einigen Bootslängen Vorsprung ins Ziel. Für sie heißt es nun zu warten bis der Verband eine Entscheidung trifft, ob sie in dieser Bootsklasse auf den weiteren internationalen Regatten die deutschen Farben vertreten dürfen.

Für Sophia und Nils Krause geht es indes in knapp drei Wochen in Ratzeburg weiter. Dort wird zunächst eine Rangliste im Einer ausgefahren, bevor es auf der internationalen Regatta in den Mannschaftsbooten wieder zur Sache geht. Die Rangliste bildet einen wichtigen Bestandteil für die Nationalmannschaftsqualifikation. Beide befinden sich in einer guten Ausgangsposition, um ihren WM-Ambitionen gerecht zu werden.

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