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Abschiedsspiel des Nentershäusers bei Borussia Dortmund: Roman Weidenfeller sagt „ade“

Von Wenn Fußball-Weltmeister Roman Weidenfeller aus Nentershausen am Freitagabend im Signal-Iduna-Park in Dortmund Abschied von der großen Fußball-Bühne nimmt, sind zwei seiner Weggefährten aus dem NNP-Land hautnah dabei: sein Bruder Heiko Weidenfeller und sein guter Freund Dirk Hannappel.
Die Bühne ist bereitet. Am Freitagabend nimmt Weltmeister Roman Weidenfeller Abschied im Signal-Iduna-Park in Dortmund. Die Bühne ist bereitet. Am Freitagabend nimmt Weltmeister Roman Weidenfeller Abschied im Signal-Iduna-Park in Dortmund.
Nentershausen/Dortmund. 

„A grandios Abschied“ – das Motto für das Abschiedsspiel von Torwart Roman Weidenfeller (38) bei seinem BVB Borussia Dortmund könnte kaum vielversprechender sein. Um 18.30 Uhr treten im Signal-Iduna-Park die „Dortmund Allstars“ gegen „Romans Friends“ an. Hinter den „Allstars“ verbirgt sich ein Großteil der Meistermannschaften von 1994/95 und 1995/96, die seinerzeit diese grandiose Spielzeit mit dem Gewinn der Champions-League und des Weltpokals gekrönt hatte.

Und sogar Jürgen Klopp, der die Dortmunder 2010/11 und 2011/12 – mit Roman Weidenfeller – zur Deutschen Meisterschaft sowie ins Champions-League-Finale geführt hatte, kommt eigens aus London angeflogen, um mit dabeisein zu können.

Zu „Romans Friends“ zählen auch Dirk Hannappel und Heiko Weidenfeller. Und beide freuen sich riesig auf diese einzigartigen Momente vor der berühmten „gelben Wand“ im ehemaligen Westfalen-Stadion. Dirk Hannappel, derzeit Trainer des Kreisoberligisten SC Offheim, hat Roman Weidenfeller neun Jahre lang von den F-Junioren bis zu seinem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern trainiert und geführt. Ihn verbindet inzwischen eine tiefe Freundschaft zur Dortmunder Torwart-Legende. Für ihn ist es eine Riesenehre, am Freitagabend im Stadion mit von der Partie sein zu dürfen. Er sagt: „Egal, ob ich fünf Minuten spielen darf oder überhaupt nicht eingewechselt werde, ich werde jede Sekunde in diesem Stadion und von diesen Momenten genießen und sie in mich aufsaugen.“ Seinen Fitnesszustand beschreibt der 50-Jährige so: „Na, ja, so in etwa Trainingsform Kreisoberliga.“ Alles klar, das sollte genügen . . .

Spielt die Fitness mit?

Bedenken bezüglich der Fitness hat auch Heiko Weidenfeller: „Man will sich ja vor einer solchen Kulisse nicht blamieren. Daher habe ich zwar große Vorfreude, aber auch Riesenbammel.“ Es sei eine „schöne Sache für alle“ und ein Erlebnis, das die Profis gar nicht mehr zu schätzen wüssten. Fest stehe: „Roman rundet am Freitag eine mega-perfekte Karriere in würdevollem Rahmen ab.“ Die Form jedes einzelnen Protagonisten wird aber im Signal-Iduna-Park überhaupt keine Rolle spielen; es geht um die Ehre und um Spaß. 60 000 Karten sind inzwischen verkauft. Roman Weidenfeller hofft natürlich, dass es bis Freitag 80 000 sein werden.

Zu Ehren des Nentershäusers hat Borussia Dortmund so ziemlich alles aufgeboten, was Rang und Namen hat. Im von Jürgen Klopp betreuten Team der „Dortmund Allstars“ stehen in wechselnder Besetzung Legenden wie Michael Rummenigge, Frank Mill, Michael Schulz, Hannes Wolf, Kalle Riedle, Stéphane Chapuisat, Knut Reinhardt, Lars Ricken, Thomas Helmer, Giuseppe Reina und David Odonkor.

Die bunt zusammengewürfelte Mannschaft „Romans Friends“ hat ebenfalls einiges zu bieten. Dem Vernehmen nach sollen Michael Ballack, Per Mertesacker, Christoph Kramer, Lukas Podolski, Olaf Marschall, Thomas Hengen sowie Trainer Peter Stöger auflaufen. Roman Weidenfeller wird eine Halbzeit bei den „Allstars“ und eine bei den „Friends“ im Tor stehen und sich von der „gelben Wand“ feiern und in den Fußball-Olymp tragen lassen. Dirk Hannappel freut sich riesig auch auf die Party danach: „Ich werde auf jeden Fall mit Poldi ein Bier trinken!“

Alle Höhen und Tiefen

Eine Ehre, aber auch eine Selbstverständlichkeit ist es für Heiko Weidenfeller, das letzte Spiel im Westfalenstadion Seite an Seite mit seinem Bruder zu absolvieren, der mit dem BVB alle Höhen und Tiefen durchlebt hat. Beide haben das Fußballspielen bei den Eisbachtaler Sportfreunden gelernt und verfeinert, ehe Roman dann den Sprung ins Profigeschäft gewagt hat.

Aber auch Heiko Weidenfeller muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. Immerhin hat der Mittelfeldspieler nicht weniger als knapp 200 Einsätze in der Oberliga Südwest für die Eisbachtaler und den TuS Montabaur vorzuweisen. Er entschied sich dann, ins Trainermetier zu wechseln – unter anderem führte er damals die Spvgg. Hadamar (heute SV Rot-Weiß Hadamar) von der Gruppenliga in die Hessenliga.

 

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