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Tennis: Ein Sieg ist für Eschborn Pflicht

Wenn Jil Nora Engelmann als Spitzenspielerin der Damen von Tennis 65 Eschborn sagt, dass sich ihre Mannschaft „zu gut“ auf die Hessenliga-Saison vorbereitet hat, meint sie das nicht sarkastisch.
Jil Nora Engelmann möchte die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage ziehen. Foto: Marcel Lorenz Jil Nora Engelmann möchte die richtigen Schlüsse aus der Auftaktniederlage ziehen.
Eschborn. 

„Wir lassen uns von einer Niederlage nicht runterziehen“, stellt die Nummer eins der Eschborner Meldeliste nach dem 1:8 beim SC 80 Frankfurt klar. „Die Stimmung ist immer noch gut, und wir sind ein super Team.“

Dass dieses Team sich in der Sommervorbereitung mehr oder weniger selbst dezimierte, indem es laut Engelmann „vielleicht zu intensiv“ trainierte und dann die Verletzungen von bis zu fünf potenziellen Hessenliga-Spielerinnen hinnehmen musste, trübt die Atmosphäre aber nur ein wenig. „Wir hätten nicht gedacht, dass es uns so hart treffen würde. Darauf hat man aber eben keinen Einfluss“, sagt die Topspielerin. Nach der jüngsten Knie-Hüft-Verletzung von Jasmin Ladurner, von der man in Eschborn immer noch nicht genau weiß, wie schwer sie ist und ob die Nummer drei der Meldeliste bis Juli überhaupt noch mal aufschlagen kann, konnte Monika Stanikova aus der Slowakei erst kurzfristig für den Auftakt in Frankfurt verpflichtet werden. „Sie ist neun Stunden mit dem Auto zu uns gefahren und kam erst in der Nacht vor dem Auswärtsspiel an“, berichtet Engelmann, „dass sie dann keinen Ball getroffen hat, ist nicht ganz verwunderlich“. Trotzdem waren die Eschbornerinnen froh über die Anwesenheit der Slowakin. „Sonst wären wir alle um eine Position nach oben gerückt“.

Weil Fabienne Gettwart in drei Sätzen verlor und auch Engelmann den ersten Durchgang im Spitzeneinzel im Tiebreak abgab, wäre schon beim SC 80 „etwas mehr“ drin gewesen. Nun wollen die Eschbornerinnen das Heimspiel gegen den Marburger TC am Samstag und die Auswärtspartie sonntags bei Eintracht Frankfurt (beide Spiele starten um 10 Uhr) nutzen, um sich selbst mit mehr Vertrauen auszustatten. „Natürlich stehen und fallen unsere Chancen mit der Aufstellung“, erklärt Engelmann. Ob Stanikova wieder zur Verfügung stehen wird, ist ebenso fraglich, wie der Einsatz der Kasachin Alexandra Grinchishina. Sie fühlte sich als Nummer zwei in der Main-Metropole nicht gut und verlor glatt in zwei Sätzen. „Leider sind wir abhängig von den Turnierplänen der Spitzenspielerinnen“, meint Engelmann, „und auch unsere Ersatzspielerinnen aus der Zweiten Mannschaft konnten nicht ahnen, dass sie bei unserem Verletzungspech noch wichtig werden. Sie haben sich teilweise auch schon andere Dinge vorgenommen.“

Nicht unterschätzen

Die professionellen Spielerinnen stehen während der Saison oft vor der Entscheidung, ob sie bei ihren ITF-Turnieren Strafen wegen einer Absage riskieren, um stattdessen in der Hessenliga spielen. „Generell bietet die Liga natürlich ein sichereres Einkommen als das Turniertennis“, stellt Engelmann klar. Ihre Wenigkeit wird gegen Marburg und in Frankfurt samstags und sonntags in jedem Fall zur Verfügung stehen. Genau wie Fabienne Gettwart und Christina Zentai, die beim 1:8 den Ehrenpunkt im Einzel holte, wird Engelmann versuchen, das Heimspiel gegen Marburg erfolgreich zu gestalten. Der erste Gegner am Doppelspieltag verlor beide bisherigen Partien beim THC Hanau (4:5) und gegen Eintracht Frankfurt (3:6). Auf die leichte Schulter werden die Eschbornerinnen die Gäste aus Nordhessen auf keinen Fall nehmen. „Und gegen die Eintracht ist das immer so eine Sache. Die sind vorne so stark besetzt, dass wir hinten gute Spielerinnen brauchen“, glaubt die Eschbornerin. Um im Kampf gegen den Abstieg nicht gleich ins Hintertreffen zu geraten, wäre ein Sieg aus den kommenden beiden Spielen für die Damen von Tennis 65 Eschborn wichtig.

(awo)
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