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Handball: Goldstein/Schwanheim ist gewarnt

Der direkte Rückfall der TSG Eddersheim in die Bezirksoberliga dient den Handball-Herren der HSG Goldstein/Schwanheim als warnendes Beispiel und als Motivation.
<span></span> Foto: Marcel Lorenz
Schwanheim. 

„Keiner hätte gedacht, dass nicht Eppstein sondern Eddersheim nach der Dominanz in der Bezirksoberliga als Meister mit nur sieben Punkten direkt wieder aus der Landesliga absteigt“, sagt Abdel Bel Hassani mitten in der zweiten Phase der Sommervorbereitung. Nach einer beeindruckenden und meisterlichen Bezirksoberliga-Saison ist seine Mannschaft neben der TSG Eppstein nun selbst der zweite Main-Taunus-Landesligist und möchte nicht die gleichen Fehler machen wie Eddersheim.

Bis zum 16. September, wenn es mit dem Aufsteiger-Duell zuhause gegen die TSF Heuchelheim losgeht, hat Bel Hassani mit seinen Schützlingen deswegen noch einiges an Arbeit vor sich. „Zum Thema Verstärkungen gibt es nichts zu sagen“, meint der Trainer und verweist auf die fehlenden Lockmittel – vor allem finanzieller Art – die es bei seiner HSG gibt. Seit Ende Juni stellten sich in Vorbereitungsphase eins zwar schon einige Spieler vor. „Um für Goldstein/Schwanheim in dieser Klasse zu spielen, hat es aber nicht gereicht“, stellt Bel Hassani klar. So zog der Coach Niklas Neubauer als A-Jugendlichen hoch. Der Linksaußen wird aber eher in der Reserve Einsatzzeiten bekommen. Der zweite „Neuzugang“ kommt ebenfalls aus dem eigenen Stall. Stipe Vrdoljak ist der jüngere, 17-jährige Bruder von Nikola Vrdoljak und für Bel Hassani „als Halblinker ein echtes Talent“. Die Abgänge von Johann Hohmann, der seinen Doktor macht und deswegen komplett ausscheidet, sowie Oliver Lange, der aus beruflichen Gründen kürzer tritt und nur noch in der zweiten Mannschaft auf Abruf verfügbar ist, können so nicht kompensiert werden. „Es wäre schon nicht schlecht, wenn uns noch der ein oder andere Spieler zuläuft“, stellt Bel Hassani klar. Wenn nicht, mache ihn das aber auch nicht nervös. „Dann ist das halt so.“ Dem Trainer bleibt auch im Fall Patrick Tran nichts anderes übrig, als die Situation so anzunehmen und sich auf die Trainingseinheiten und Inhalte zu konzentrieren, die er mit dem vorhandenen Personal einstudieren kann. „Patrick ist unser Allrounder, der schnellste Spieler und beste Verteidiger. Leider fehlt er immer noch wegen seiner Knieprobleme“. Erst wenn die Entzündung abgeklungen ist, kann der Mann für alle Fälle wieder mithelfen. „Solange feilen wir an unserer Kondition und vor allem der Abwehrarbeit. Da müssen wir noch zulegen“, verrät der Cheftrainer. Während in der ersten Phase bis August vor allem Läufe für die Grundlagenausdauer auf den Programm standen – „Die Halle war sowieso die halben Sommerferien über zu“ – geht es nun um Kraftausdauer und Intervalltraining. „Der Ball ist natürlich immer dabei, sobald wir in der Halle sind.“ Gegen den Süd-Landesligisten Roßdorf/Rheinheim gewann das Main-Taunus-Team mit 26:24 (16:10). Alle anderen Testspielgegner kamen bisher aus unteren Ligen und wurden ebenfalls besiegt. Vielleicht ruht Abdel Bel Hassani als unbesiegter Trainer in der Vorbereitung deswegen so in sich. Der Erfolgscoach stellt aber auch klar: „Wir haben noch viel Arbeit vor uns und werden auf jeden Fall in den nächsten Testspielen und bei Turnieren mehr gefordert sein.“

Gegen die HSG Hanau II aus der Landesliga Süd verlor das Team mit 30:34 (17:17). Der Trainer schonte den angeschlagenen Jonas Storck und wechselte durch. Abdel Bel Hassani war angesichts der Personalsituation mit dem Resultat zufrieden. Vor einem Jahr hatte Hanau II den Goldsteinern die Grenzen deutlich mit zehn Toren aufgezeigt.

Wenn es in einem Monat losgeht, möchten sich Übungsleiter und Mannschaft schließlich nicht vorwerfen lassen, dass sie im Vorfeld nicht alles für eine optimale Form getan haben.

(awo)

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