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Tennis: Showdown in Bad Vilbel

Von In der Hessenliga der Herren bleibt es bis zum letzten Schlag am Sonntag spannend. Und über Auf- und Abstieg können wieder einmal nicht gespielte Doppel entscheiden.
Bad Vilbels Nummer drei Niklas Schell in Aktion. Er ist im Einzel in dieser Saison noch ungeschlagen. Foto: Hikmet Temizer Bad Vilbels Nummer drei Niklas Schell in Aktion. Er ist im Einzel in dieser Saison noch ungeschlagen.
Frankfurt. 

Die erwarteten Siege des FTC Palmengarten gegen TEC Darmstadt sowie des TC Bad Vilbel beim SC SaFo Frankfurt am Samstag vorausgesetzt, kommt es am Sonntag im Bad Vilbeler Sportpark zum entscheidenden Duell um den Titel in der Tennis-Hessenliga der Herren. Die Gastgeber können mit einem Sieg den bislang ungeschlagenen Spitzenreiter noch vom Thron stürzen.

In der Abstiegszone geht es noch spannender zu. Hier könnten am Ende fünf Teams punktgleich sein, dann entscheiden die gewonnenen Matchpunkte. Und somit bekommt eine Untugend in der Liga, Doppel bei einem klaren Spielstand nach den Einzeln nicht mehr auszutragen, eine besondere Bedeutung. 25 der 84 vorgesehenen Doppel – also fast ein Drittel – wurden bislang nicht gespielt, die beteiligten Vereine einigten sich über eine Wertung, in der Regel 2:1 oder 1:2.

Der Grund: meistens Lustlosigkeit, manchmal der fehlende siebte Spieler, der im Falle einer Verletzung einspringen könnte. Bei den Mannschaften, die das Wort Team ernst nehmen – zum Beispiel Palmengarten und Eintracht Frankfurt – sind bei den Begegnungen bis zu zehn Spieler auf der Anlage, die auf einen Einsatz brennen und die Mitspieler anfeuern. Es gibt auch Gegenbeispiele, Vereine, bei denen die Akteure lieber essen gehen, als dem sich im Einsatz befindlichen Mitspieler zuzuschauen.

Vor dem letzten Hessenliga-Wochenende wird bei den abstiegsbedrohten Clubs nun heftig gerechnet. Denn jedes gewonnene Einzel oder Doppel kann eine wichtige Rolle spielen. Für einige hätte es einfacher sein können, wären vorher nicht reihenweise Punkte in den Doppeln verschenkt worden.

Vier Matchbälle vergeben

Gerechnet wird auch beim TK Langen und dem TC Steinbach, die sich am drittletzten Spieltag am Mittwoch 4:5 trennten. Geplant war, dass die Gastgeber den verletzten Bostjan Osabink durch Maximilian Abel ersetzen. Doch der frühere Deutsche Meister musste sich am Spieltag zum wiederholten Mal vor Gericht für Delikte verantworten. Diesmal kam er mit einer Bewährungsstrafe davon, traf jedoch um wenige Minuten zu spät auf der Anlage ein, um im Einzel eingesetzt zu werden. Seine sportliches Können zeigte er später beim Gewinn des Doppels.

Dennoch hätte Langen gewinnen können. Im Schlüsselspiel unterlag Andreas Ainalides gegen Eric Scherer. „Ich habe jetzt zum vierten Mal in Folge knapp verloren. Mir fehlt das nötige Selbstbewusstsein“, meinte der Langener Kapitän, der vier Matchbälle vergab. „Er hat da sehr gute Bälle gespielt, aber ich bin erfahren genug, da hätte ich mir etwas einfallen lassen müssen“, nahm Ainalides das 4:5 auf seine Kappe.

Der TC Bad Vilbel führte im Duell der bis dahin erst einmal bezwungenen Teams gegen Blau-Weiss Wiesbaden bereits nach den Einzeln 5:1. Die Gastgeber dominierten unerwartet klar. Spannend waren lediglich die Vergleiche an den Positionen vier und fünf. Hier waren die beiden Bad Vilbeler gegen noch ungeschlagene Gegner Außenseiter. Am Ende musste sich Jochen Bertsch dem Franzosen Dorian Descloix geschlagen geben, während der Brasilianer Caio Claudino der letztjährigen Wiesbadener Nummer eins Daniel Czepielewski die erste Saison-Niederlage beibrachte. Die Doppel wurden nicht ausgetragen.

Spannende Doppel

Eintracht Frankfurt gewann in Darmstadt nur 5:4 und hat damit auf der schlechteren Differenz bei den Matchpunkten kaum noch Chancen auf den Titel. Die Ausländerposition nahmen diesmal Axel Michon und der Pole Piotr Lomacki ein, die gemeinsam auch das entscheidende Doppel gewannen. Im Einzel unterlag der Franzose in einem gutklassigen Spiel dem Hessenliga-Urgestein Daniel Lustig aus Tschechien in drei Sätzen. Für die Führung vor den Doppeln sorgten der erstmals im Einzel eingesetzte Lorenz Heide, der wiedererstarkte Björn Petersen sowie die souverän aufspielenden Sebastian Fanselow und Lomacki. Der scheinbar beruhigende Vorsprung täuschte aber. Alle drei Doppel gingen in den Match-Tiebreak. Der Erfolg von Michon/Lomacki reichte dann zum Gesamtsieg.

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